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Razzia: Onlinehändler werfen Media-Saturn Preisabsprachen vor

Media Markt und Saturn sollen in Absprachen mit Herstellern verhindert haben, dass Onlinehändler Produkte günstiger anbieten. Das soll durch Hausdurchsuchungen in Österreich bewiesen werden.
/ Achim Sawall
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Logo auf einem Media Markt in Düsseldorf (Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)
Logo auf einem Media Markt in Düsseldorf Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat eine Durchsuchungsaktion bei der Media-Saturn-Gruppe durchgeführt. Onlinehändler hätten Artikel billiger als der Elektronikdiscounter angeboten und daraufhin Probleme mit dem Hersteller Philips bekommen: Sie seien mit drastischer Verspätung beliefert worden. Wie Die Presse(öffnet im neuen Fenster) berichtete, habe wegen der Vorwürfe im Januar 2013 eine dreitägige Razzia bei Media Markt, Saturn und Philips wegen illegaler Preisabsprachen stattgefunden.

Die Geschäftsführung von Media-Saturn und der Lieferant Philips hätten der Tageszeitung Die Presse die Hausdurchsuchungen bestätigt und volle Kooperationsbereitschaft mit den Behörden zugesichert. Auch die Bundeswettbewerbsbehörde habe die Aktionen bestätigt.

Die Vorwürfe sind nicht neu. Onlinehändler in Deutschland litten darunter, dass ihnen die IT-Hersteller zu wenige Produkte lieferten, sagte Reiner Heckel, Gründer und Chef des zur Media-Saturn-Gruppe gehörenden Onlinehändlers Redcoon, im September 2012. "Die Industrie hat den Internethandel nicht ganz so gern und hält die Ware in diesem Kanal bewusst knapp" , führte Heckel weiter aus. Media-Saturn, Europas größter Elektronikdiscounter, kaufte den Onlinehändler Redcoon, ein Unternehmen mit 485 Mitarbeitern, am 30. März 2011.

Der Elektronik-Discounter Media Markt hatte im Juli 2011 erklärt , dass das Unternehmen die Onlinepreisführerschaft erobern und in den Filialen weitgehend einheitliche Preise einführen wolle. Um mit günstigen Anbietern im Internet konkurrieren zu können, werde mit den Zulieferern verhandelt, die die Preise senken sollten. Unterschiedliche Konditionen der Zulieferer für On- und Offlinehändler solle es nicht mehr geben. Die Internetstrategieänderung sei die wichtigste Entscheidung in der Unternehmensgeschichte.


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