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Razzia in Belgien: Ehepaar verkaufte illegale Schusswaffen aus dem 3D-Drucker

Eine ganze Anlage aus 3D-Druckern hat funktionstüchtige Waffen produziert. In einer Razzia sind die Täter in Belgien festgenommen worden.
/ Oliver Nickel
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Diverse Waffenteile und ganze Waffen wurden bei der Razzia beschlagnahmt. (Bild: HSB)
Diverse Waffenteile und ganze Waffen wurden bei der Razzia beschlagnahmt. Bild: HSB

Mit 3D-Druckern lassen sich diverse Bauteile und Elemente als Dekoration oder zu praktischen Zwecken erstellen. In manchen Fällen nutzen Menschen sie auch, um funktionstüchtige Waffen zu bauen. Ein Ehepaar in Belgien hat so offenbar ein kleines Business aufbauen können. Die Polizei des Landes hat die 18-jährige Frau und ihren 26-jährigen Ehemann festgenommen und diverse Bauteile aus dem 3D-Drucker beschlagnahmt. Die Waffen konnten wohl über eine Plattform im Darknet gekauft werden.

Unter den gefundenen Produkten gehörten etwa Schulterstützen, Griffstücke, Waffenschlitten, Rückstoßfedern und weitere Einzelteile. Auch ganze, bereits benutzbare Waffen wurden dort entdeckt. Während der Razzia, die in mehreren belgischen und französischen Städten durchgeführt wurde, druckten die 3D-Drucker wohl gerade Penguns – Waffen in Form eines Kugelschreibers. Das berichtet die Regionalzeitung Het Belang van Limburg(öffnet im neuen Fenster) .

Waffenteile aus Kunststoff und Metall

Die 3D-Drucker konnten Bauteile aus Kunststoff und aus Metall herstellen. Sie sind theoretisch also nicht auf externe Bauteile angewiesen und funktionieren nur mit gedruckten Teilen. In Frankreich wurden währenddessen wohl Personen festgenommen, die sich solche ausgedruckten Waffen gekauft hatten. Die Razzia gilt laut der Staatsanwaltschaft in Leuven, dem Fundort der Waffen, als eine der größten Aktionen im Kampf gegen illegale Waffen aus dem 3D-Drucker – zumindest in Europa.

Allerdings seien solche Straftaten bisher noch relativ selten, heißt es, vor allem in dieser Größenordnung. Mit dem Fortschritt im 3D-Druck-Bereich, insbesondere mit der Verarbeitung metallischer Werkstoffe, könnte das noch zu einem größeren Problem werden.


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