Razer Zephyr: Razer soll Kunden von Atemmaske entschädigen

Razers Gesichtsmaske Zephyr war eines der kuriosesten Produkte, die während der Corona-Pandemie erschienen. Doch das Versprechen eines High-Tech-Atemschutzes konnte Razer nicht halten – und soll dafür zumindest in den USA Kunden entschädigen.
Die Aufsichtsbehörde FTC fordert(öffnet im neuen Fenster) von Razer eine Entschädigung aller Käufer der Zephyr. Diese Einigung soll Razer rund 1,1 Millionen US-Dollar kosten.
Razer wird vorgeworfen, fälschlicherweise einen Schutz vor der Übertragung des Corona-Virus versprochen und Kunden damit in die Irre geführt zu haben. Der Hersteller habe "mitten in einer weltweiten Pandemie fälschlicherweise behauptet, dass seine Gesichtsmaske einer N95-zertifizierten Atemschutzmaske entspricht" , sagte Samuel Levine, Direktor des Verbraucherschutzbüros der FTC.
Der FTC zufolge hat Razer die Masken zwar als N95-Masken beworben, sie aber nie zur Prüfung bei einer autorisierten Behörde eingereicht. Die Zephyr sei nie als N95-Maske zertifiziert worden.
Konzept aus der Coronapandemie
Razer entfernte das Versprechen bereits im Januar 2022 aus seiner Werbung , um "Verwirrung zu vermeiden" , betonte aber, dass die Filter offiziell auf N95-Filterfähigkeit geprüft worden seien. Die Youtuberin Naomi Wu reichte Beschwerde bei der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC und der FDA ein.
Razer hatte das Konzept für eine futuristisch anmutende Gesichtsmaske mit Luftfilter und RGB-Beleuchtung auf der CES 2021 vorgestellt und wenig später angekündigt, damit tatsächlich in die Produktion zu gehen . Im Test kam Golem.de zu dem Fazit , dass die Razer Zephyr zur Veröffentlichung ein unausgereiftes Produkt war – und auch, dass sie während der Corona-Pandemie keine echte Alternative zu medizinischen Masken darstellten.



