Rauschende Atemmaske

Die Zephyr hat eine aktive akkubetriebene Kühllösung verbaut: Jeweils ein kleiner 25-mm-Lüfter bläst uns im angeschalteten Zustand frische Luft von außen an den Mund. Das Problem: Die Lüfter sind sehr laut und nerven schon nach wenigen Minuten, und das selbst bei niedriger Drehzahl von zwei möglichen Stufen. Da sie sich sehr nah an unserem Gesicht befinden und dann besonders deutlich zu hören sind, müssen wir also beim Tragen duldsam sein.

Da die Lüfter unserer Meinung nach sowieso nicht allzu viel bringen, schalten wir sie daher innerhalb der App - ja, auch die gibt es - ab. Dazu koppeln wir die Gesichtsmaske per Bluetooth mit unserem Smartphone. Innerhalb des Programms können wir neben den Lüftern auch die in der Öffentlichkeit vielleicht etwas zu auffällige Beleuchtung abschalten. Alternativ können wir auch unseren inneren Gamer komplett rauslassen und diverse RGB-Muster, Farben und Effekte wählen. Wenn wir schon eine auffällige Gesichtsmaske tragen, dann richtig, oder?

Kein Razer-Produkt ohne App-Steuerung

In der App können wir uns auch jederzeit die verbliebende Akkuladung der Zephyr anzeigen lassen, die in unserem Test aber nicht sehr genau dargestellt ist. So bescheinigt uns das Programm eine Ladung von 90 Prozent, obwohl der Akku selbst fast leer ist. Sowohl die RGB-Beleuchtung als auch die Lüfter benötigen Energie. Maximal sieben bis acht Stunden schafft die Maske bei ausgeschalteter Beleuchtung und aktivierten Lüftern in niedriger Drehzahl. Bei eingeschalteter Beleuchtung verkürzt sich die Laufzeit auf etwa die Hälfte.

Beide Features - Beleuchtung und Lüftung - sind für das Tragen der Maske nicht notwendig, weshalb wir sie auch einfach komplett offline und energielos nutzen können. Geladen wird der Akku mittels beigelegtem USB-C-Kabel. Ein Netzteil ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Abseits der genannten Einstellungsmöglichkeiten bietet die App nicht allzu viel. Warum sie vor dem ersten Start unsere Standortdaten abrufen möchte, ist uns daher nicht ganz klar. Es könnte mit der Bluetooth-Funktionalität zu tun haben. Android fragt Standortdaten ab, wenn der Drahtlosstandard in Apps genutzt werden will. Möglicherweise hängt das aber auch mit dem kleinen integrierten Shop zusammen. Razer bietet per App nämlich Nachfüllpackungen für Filter an, die wir laut Hersteller alle drei Tage wechseln sollten - zumindest, wenn wir die Maske täglich acht Stunden aufsetzen.

Nur die Filter gelten als N95-kompatibel

Übrigens sind die Filter laut Razer für den Standard N95 ausgelegt. In der Theorie sollten sie also auch den Coronaregeln hierzulande entsprechen, da N95 den in Europa oft noch nötigen FFP2-Schutz erfüllt.

Das Problem: Es werden normalerweise ganze Masken auf den Standard geprüft, nicht nur einzelne Filterelemente. Und das bedeutet: Die Maske an sich sollte möglichst luftdicht designt sein, so dass Luft nur durch die Filter eintreten kann. Das ist hier klar nicht der Fall, weshalb wir die Maske auch eigentlich nicht als Coronaschutz-Ersatz empfehlen können.

Nutzung als Coronaschutz bedenklich

Der Filtertausch an sich geht einfach von der Hand. Die kleinen Stoffkissen sind zwischen den Seitenhalterungen und einem magnetisch befestigten Deckel eingeklemmt. Die Idee mit der magnetischen Halterung ist gut, allerdings halten wir die Magnete für etwas zu schwach.

Es ist uns des Öfteren passiert, dass wir aus Versehen einen der Deckel abgerissen haben - inklusive herausfallender und dann eigentlich unbrauchbarer Filter. Auf einem (beispielhaft) besonders dicht gedrängten Rave könnte es da häufiger zu Unfällen mit der schicken Gesichtsbedeckung kommen.

  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Neben den zwei Hauptfilterkammern verwendet die Zephyr auch einen direkt unterhalb des Mundes angebrachten Filter (der übrigens ebenfalls stetig getauscht werden sollte). Beim Tragen haben wir das Gefühl, dass wir beim normalen Atmen darüber auch den Großteil unserer Luft ziehen. Für Brillenträger ist zudem angenehm: Die Maske vermindert durch die vordere Öffnung gerade in der kalten Jahreszeit Brillenbeschlag.

RGB-Beleuchtung statt Funktion

Das gesamte Konzept, durch die zwei Seitenfilter frische Luft zu bekommen und durch den mittleren Filter wieder auszuatmen (wie es normalerweise bei N95-Masken oder anderen Schutzgeräten vorgesehen ist), will aber irgendwie nicht so ganz funktionieren. Halten wir etwa unsere Hände vor die seitlichen Kammern, ist das Atmen weiterhin genauso gut möglich. Dann spüren wir einen deutlichen Luftzug durch den vorderen Filter hindurch.

Andersherum ist das nicht der Fall, da Atemluft an Ober- und Unterseite der flexiblen und ebenfalls magnetisch befestigten Versiegelung austritt, wenn wir die Hand vor den vorderen Filter halten. Kurz gesagt: Die seitlichen Hauptkammern mit aktiver Kühlung scheinen nicht sehr gut zu funktionieren. Daher haben wir Bedenken, dass wir mit der Maske ausreichenden Schutz erhalten und geben, da die gesamte Versiegelung hier nicht gegeben ist.

  • Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer-Zephyr-App (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Razer Zephyr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Razer gibt in Werbetexten an, dass die Maske für ein 99-Prozent-BFE-Rating ausgelegt ist. Zertifiziert wurden allerdings nur die Filter, nicht das gesamte Produkt. Der Hersteller hat das Gerät zudem nicht direkt für den Einsatz gegen Covid-19 getestet. Zumindest tritt die Luft vorderseitig und nach unten gerichtet aus, so dass unsere Partikel - sofern vorhanden - nicht sehr weit getragen werden. Ein sehr guter Schutz nach vorn, wie ihn FFP2- und N95-Masken bieten, kann hier aber nicht garantiert werden.

Das bedeutet nicht, dass die Maske für den generellen Einsatz unsinnig ist. Zum Beispiel kann die Zephyr in besonders von Smog verschmutzten Gegenden sicherlich hilfreich sein. Gerade in asiatischen Nationen wie China und Japan, in denen Masken auch außerhalb von Pandemien getragen werden, ist die soziale Akzeptanz auch von skurril anmutenden Masken höher.

Für den recht hohen Preis bekommen wir aber andererseits sehr viele FFP2-Masken, die geprüft auch etwas bringen - und nicht ständig auffallen.

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 Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht vielRazer Zephyr - Verfügbarkeit und Fazit 
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Fkler 28. Jul 2022

Also wenn ihr Qualität sucht und wirklich vernünftige FFP2 Masken kaufen wollt kann ich...

Landorin 08. Dez 2021

Stimmt :)

demon driver 07. Dez 2021

Das ist falsch, das ist eben kein zwingender Schluss. Ich selber hatte noch keine Maske...

demon driver 07. Dez 2021

Wieso "hinter uns"? Ist Fakt. Und dann müssen sie die Masken halt "ungern" tragen, wenn...



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