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Razer Ornata angeschaut: Diese Tastatur ist ein Hybrid aus Mecha und Rubberdome

Die Ornata soll laut Razer das Beste aus beiden Welten bieten: Sie ist günstiger als eine vergleichbare mechanische Tastatur, obgleich auch sie entsprechende Switches nutzt - die darunter liegende, beleuchtete Membran macht 'schwebende' Tasten möglich.

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Razer Ornata
Razer Ornata (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Razer hat uns auf der Ifa 2016 eine neue Tastatur gezeigt, die heute auf der PAX West in Seattle offiziell von Razer-Chef Min-Liang Tan angekündigt wurde: die Ornata. Wer Arachnologe ist oder schlicht weiß, dass Razer seine Tastenbretter nach Spinnen benennt, wird aufmerken. Die Poecilotheria Ornata, eine seltene Vogelspinnenart, kommt einzig im Südwesten von Sri Lanka vor. Seltenheitswert hat, abseits von Topres Realforce, auch die Technik der Tastatur.

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Sie ist laut Hersteller die erste, welche die bei günstigen Modellen übliche Gummimatte samt Kuppen (Rubberdome) mit mechanischen Switches mit einer Metallfeder und taktiler Rückmeldung kombiniert. Die Basis der Ornata bildet eine Membran samt Erhöhung, eine Tastenbetätigung drückt das Gummi nach unten und löst das Signal aus. Der Stempel wird aber nicht durch die sich anschließend wieder aufrichtende Kuppe zurückgeführt, sondern eben durch eine winzige Metallfeder und einen kleinen Kunststofftunnel.

So möchte der Hersteller das teils schwammige Tippgefühl und den relativ schnellen Verschleiß einer Rubberdome-Tastatur vermeiden, ohne die bedingt durch eine Platine höheren Fertigungskosten eines vollwertigen mechanischen Keyboards zu haben. Der Hubweg beträgt 3,5 mm und liegt somit recht nahe an den 4 mm einer Black Widow - die Schalter der Ornata klicken zudem auch. Razer betont, die neue Tastatur sei nur deswegen entstanden, weil der Hersteller mittlerweile eigene Produktionsstraßen bei seinen Partnern habe.

Wir konnten die Ornata einige Minuten ausprobieren, das Tippgefühl orientiert sich definitiv an dem von mechanischen Switches. Die Neue weist 104 Tasten und ergo keine zusätzlichen Buttons auf. Dafür legt Razer eine magnetische Handballen-Auflage mit Kunstlederbezug bei, die wir als angenehm empfanden. Ohne misst die Ornata 463 x 154 x 31 mm bei 950 Gramm. USB- oder andere Anschlüsse fehlen, das Kabel kann an drei Seiten verlegt werden.

  • Razer Ornata (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Stempel mit darunter liegender LED und Membran (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Tastenkappe der Ornata (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Razer Ornata (Foto: Marc Sauter/Golem.de)

Razer verkauft die höhenverstellbare Ornata mit Chroma- (17 Millionen Farben) oder grüner Beleuchtung, die obligatorischen Effekte wie Atmen oder Welle inklusive. Da die komplette Gummimatte erstrahlt, schweben die Tasten mit ihren halbhohen Kappen förmlich, was schick wirkt. Programmiert - unter anderem mit Makros - wird das Keyboard über die Synapse-Software.

Beide Varianten sollen hierzulande ab Oktober 2016 verfügbar sein. Die Chroma-beleuchtete Ornata kostet 110 Euro, die mit grünen LEDs ist mit 90 Euro etwas günstiger. Eine Ornata ohne Num-Block gibt es nicht. Zum Vergleich: Für die aktuelle Black Widow Chroma werden 200 Euro fällig.



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HubertHans 05. Sep 2016

Gabs nicht einfache Cherry Tastaturen mit aehnlicher Loesung?

Bleistiftspitze 05. Sep 2016

Wenn du die Tasten nicht bis zum Anschlag runterdrückst kannst du dir die mechanische...

grmpf 05. Sep 2016

Die Beleuchtung zwischen den Tasten ruiniert vor Allem die Lesbarkeit der...

SiHamBui 05. Sep 2016

Das MX 3.0 hat mich nicht wirklich überzeugt. Hab Sie mir als Nachfolger für meiner Zowie...

Johnny Cache 05. Sep 2016

Ja, das hatte IBM/Lenovo mit dem ThinkLight wirklich sehr gut gelöst. Ich für meinen...


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