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Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Nommo Chroma sehen aus wie Haartrockner.
Die Nommo Chroma sehen aus wie Haartrockner. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

"Sag einfach nichts, say no more, say nommo" - mit solch markanten Werbesprüchen vermarktet der Gamingperipheriehersteller Razer seine Stereolautsprecher Nommo. Zu deren Ankündigung Anfang 2018 haben wir sie auf den ersten Blick erst einmal für Haartrockner gehalten, so ungewöhnlich und skurril sehen sie aus. Razer selbst macht eine Anspielung darauf und präsentiert die Nommo-Boxen mit drückendem Sound, der Haare nach hinten fliegen lässt.

Inhalt:
  1. Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
  2. Klang wie ein Trommelsolo auf dem Holztisch
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Dass Razer mit seinem Produkt Aufsehen erregt, steht also bereits auf dem Verpackungskarton geschrieben. Doch halten die Lautsprecher auch, was sie vesprechen, nämlich präzisen Raumklang in Spielen und satte Bässe bei Explosionen und elektronischer Musik während des Zockens? Golem.de will das genauer wissen und bestellt ein Testmuster beim Hersteller - die Chroma-Version mit einstellbarer LED-Beleuchtung: wenn schon, denn schon!

Tatsächlich ist die Röhrenform der Razer Nommo auf dem Schreibtisch ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Doch was ist ein Gamingtisch, wenn nicht das? Tastaturen und Mäuse für Gamer blinken hell auf und sind meist in aggressivem Design gehalten. Da sehen die Razer-Lautsprecher fast schon subtil aus. Die mattschwarze gummierte Oberfläche der Klangkörper gefällt uns gut. Das glänzende schwarze Razer-Logo an der Seite ist unauffällig - gut so.

Jeder der zwei Lautsprecher steht auf einem kreisförmigen Standfuß, der groß genug ist, dass er einen stabilen Halt gibt, aber nicht zu viel Platz auf dem Spieltisch einnimmt. An der Unterseite der Füße befindet sich Gummi, durch den die Lautsprecher nicht so leicht verrutschen können. Die Lautsprecher selbst sind auf recht hohen Ständern angebracht. Der Sinn davon soll wahrscheinlich sein, den Sound dem Spieler mehr auf Kopfhöhe entgegenzuschicken, was gerade in Spielen ziemlich gut funktioniert - dazu später mehr.

Leuchten nur mit Cloud-Anbindung

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Die Nommo werden durch die schiere Größe und das irgendwie charmant wirkende eigenwillige Design hervorgehoben. Dazu trägt jedoch vor allem die komplett einstellbare RGB-Beleuchtung bei. Hier zeigen die Nommo eine Stärke und Schwäche zugleich. Eine Schwäche deshalb, weil das Produkt für Einstellungsmöglichkeiten auf die Cloud-basierte Software Synapse 3 zurückgreifen muss. Und diese kann ohne Internetverbindung und Razer-Konto nicht oder nur eingeschränkt verwendet werden. Ohne die Software blinken die Lautsprecher zwar, können aber nicht konfiguriert werden. Wo bleibt da der Spaß?

  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Nommo Chroma mit Zubehör (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nur mit USB sind Leuchteffekte möglich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Netzteil mit Eurostecker (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Netzteil ist modular aufgebaut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Linker Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Drei-Zoll-Treiber ist nur laut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hinten werden die Lautsprecher miteinander verbunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Rechter Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Satelliten sind recht hoch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hinten kann ein Headset eingesteckt werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Rechter Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schallwellen kommen sehr direktional aus dem Treiber. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautstärke und Bass sind einstellbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)

Synapse 3 ist ein relativ träges Programm, das aber im Gegensatz zu manch anderen Gamingtreibern, etwa von Herstellern wie Logitech oder Roccat, zumindest aufgeräumt und übersichtlich ist. Die Cloud-Anbindung ermöglicht zudem das Importieren und Exportieren von LED-Profilen. Auch stöbern in den hochgeladenen Projekten anderer Razer-Kunden ist möglich. Aber dafür Internetzwang und noch ein leicht zu vergessendes Konto in Kauf nehmen zu müssen, ist ein hoher Preis. Das Razer Chroma genannte Beleuchtungstool kann übrigens nicht nur für die Nommo-Lautsprecher, sondern auch andere Razer-Produkte verwendet werden. So können wir unser gesamtes Gaming-Setup in einer Übersicht konfigurieren.

Der dazugehörige Editor ist von Anfang an recht einfach erlernbar. Wir können aus einer Reihe von Beleuchtungseffekten, etwa Atmen, loderndes Feuer oder Sternenfunkeln, wählen. Jeder der LED-Ringe des Razer Nommo ist dabei in 24 Segmente unterteilt, die sich alle einzeln mit einer Farbe und einem Effekt konfigurieren lassen. Auch ganze Effektsequenzen können wir in der Software zusammenstellen. Das ist für LED-Fans eine regelrechte Spielwiese, für Einsteiger aber trotzdem nicht zu überladen und gut nutzbar.

  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)
  • Nommo Chroma mit Zubehör (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nur mit USB sind Leuchteffekte möglich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Netzteil mit Eurostecker (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Netzteil ist modular aufgebaut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Linker Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Drei-Zoll-Treiber ist nur laut. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hinten werden die Lautsprecher miteinander verbunden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Rechter Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Satelliten sind recht hoch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hinten kann ein Headset eingesteckt werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Rechter Lautsprecher (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schallwellen kommen sehr direktional aus dem Treiber. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautstärke und Bass sind einstellbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Razer Synapse 3 (Bild: Razer/Screenshot: Golem.de)

Einzig die maximale Helligkeit der Lichtringe ist nicht optimal. In hell beleuchteten Arealen können wir unsere Lichteffekte nur schwer erkennen. Das dürfte gerade LED-Enthusiasten nicht gut gefallen. Zumindest ist die Beleuchtung beim Spielen oder Arbeiten niemals störend. Netter Nebeneffekt: Mit dem Drehen des Lautstärkereglers verändert sich die Beleuchtung entsprechend, wie eine Lautstärkeanzeige aus Leuchtdioden. Anzumerken ist, dass die Lautsprecher für den LED-Betrieb einen USB-Typ-A-Port am Mainboard belegen. Ohne eingestecktes 3,5-mm-Klinkenkabel gibt es außerdem keinen Sound. Zumindest die Alternative, den Sound über USB zu leiten, fehlt uns. Das funktioniert nur für angeschlossene Headsets oder Lautsprecher.

Doch sind es ja nicht die Beleuchtungseffekte, die einen Lautsprecher zu einem guten Lautsprecher machen. Wir wollen natürlich wissen, wie sich das Set klanglich beim Hören von Musik und - ganz wichtig - beim Spielen schlägt. Die Bauform der Lautsprecher ist ein Vorteil, der jedoch das grundsätzlich wenig überzeugende Klangbild kaum ausgleichen kann.

Klang wie ein Trommelsolo auf dem Holztisch 
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My1 16. Apr 2018

bei meinen Urbanears kann ich mir die seite aussuchen, lol.

JTR 11. Apr 2018

Bei deren Marketing Abteilungen gibt es glaub ich nur Gamer bis 25 Jahre, niemand...

LiPo 10. Apr 2018

oder einfach die kabel abknipsen.

D43 10. Apr 2018

Naja empfänglich für Werbung sind wir ja alle ein bisschen. Menschen gibt's es ja die...


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