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Synapsenpflicht für Razer Kiyo

Der erste Eindruck der Bildqualität nach dem Einstecken und dem Start der Betriebssystem-eigenen Kamerasoftware war ernüchternd. Das Video war zwar scharf, aber weder farbkorrekt noch sah es im Entferntesten nach HDR aus.

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Um das volle Potential der Razer Kiyo Pro auszuschöpfen, ist die hauseigene Synapse-Software nötig. Für deren Nutzung muss man sich zumindest nicht mehr registrieren, allerdings ist das Programm lediglich unter Windows problemlos lauffähig. Nach dem Start wird die Kamera in der Geräteübersicht angezeigt und lässt sich konfigurieren.

Dort kann HDR aktiviert werden, was die Bildfrequenz auf 30 fps einschränkt. Weitere Optionen umfassen neben der Belichtungskorrektur den Weißabgleich, Kontrast und Sättigung. Diese Einstellungen können in einem Benutzerprofil abgespeichert werden - allerdings nur in einem einzigen. Warum Razer nicht gleich drei über verschiedene Rechner hinweg synchronisierbare Profile anbietet, erschließt sich uns nicht. Wenn es einen Vorteil von Synapse mit Nutzeranmeldung gäbe - dann doch wohl diesen. Immerhin lässt sich für jeden Computer ein eigenes Setup erstellen und per Cloud synchronisieren.

Bei guter Beleuchtung wirkt das Bild um Längen besser als bei normalen Webcams. Selbst die Logitech Brio sieht im Vergleich alt aus. Zugegeben, das ist sie auch - sie stammt aus dem Jahr 2017. Erfahrungsgemäß kommt die höchste Bildqualität aus aktuellen Smartphones, die man per App zur Webcam machen kann. Die Razer Kiyo Pro liegt hier nahe an dem, was wir per WLAN aus unserem Vivo X51 herausbekommen. Das hat bislang keine andere Webcam geschafft. Eine Kompakt- oder Spiegelreflexkamera produziert noch bessere Resultate, sie verkompliziert allerdings das Setup erheblich.

  • Die Kiyo Pro ist per USB 3 angebunden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Verarbeitung der Kamera ist hochwertig. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Front ist mit Gorillaglas geschützt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Standfuß kombiniert Monitorbefestigung und Stativanschluss. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auf einem 13-Zöller sieht die Kamera riesig aus. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Am Monitor fällt die Größe der Kiyo Pro weniger auf. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Screenshot aus der Razer Kiyo Pro bei normaler Beleuchtung. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Screenshot von Droidcam mit dem Smartphone Vivo X51 bei normaler Beleuchtung.(Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Screenshot aus der Razer Kiyo Pro bei schwacher Beleuchtung. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Screenshot aus der Logitech Brio bei schwacher Beleuchtung. (Bild: Oliver Nickel / Golem.de)
  • Um die Kamera auszureizen, ist die Synapse-Software von Razer nötig. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Die Verarbeitung der Kamera ist hochwertig. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Auch bei Gegenlicht und schummriger Beleuchtung siegt die Razer Kiyo Pro auf ganzer Linie. Dass die Kamera anders als ihre Vorgängerin keinen LED-Ring zur Aufhellung hat, stört uns nicht. Um das beste Ergebnis zu erzielen, ist eine gute Lichtsituation von Vorteil, zaubern kann auch die Kiyo nicht. Im Vergleich zu herkömmlichen Webcams ist das Rauschen in dunklen Umgebungen jedoch wesentlich geringer. Den LED-Ring des Vorgängermodells vermissen wir jedenfalls nicht.

Razer Kiyo Pro Streaming Webcam: unkomprimiert 1080p 60fps - Leistungsstarker adaptiver Lichtsensor - HDR-fähig - Weitwinkelobjektiv mit einstellbarem Sichtfeld - Blitzschnelles USB 3.0

Kritikwürdig finden wir den Autofokus, der mitunter auf kleinste Bildveränderungen reagiert und anfängt zu pumpen. Das will Razer mit einem zukünftigen Firmware-Update beheben. Wir haben den Autofokus nach kurzer Zeit in der Software deaktiviert. Nützlich ist er hingegen, wenn man Dinge in die Kamera zeigen möchte - dann profitiert man von der nur ungefähr fünf Zentimeter betragenden Naheinstellgrenze.

Die beiden verbauten Mikrofone sind klanglich solide und können Umgebungsgeräusche sowie Hall bei Videokonferenzen gut unterdrücken. Sie sind kein Ersatz für ein dediziertes Mikrofon, wie es beim Spielestreaming nötig ist - aber für die tägliche Konferenz mit dem Team reichen sie vollkommen aus.

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Crass Spektakel 13. Mär 2021 / Themenstart

Ein DSP arbeitet auch eher nach dem Prinzip SIMD, d.h. man wird praktisch nur vom RAM...

quineloe 10. Mär 2021 / Themenstart

Enger am Thema konntest du nicht bleiben?

Mandri 10. Mär 2021 / Themenstart

Man kann die Zoom-Funktion zwar nicht von den gängigen Anwendungen (MS Teams, Skype...

matthat 09. Mär 2021 / Themenstart

Ich hab mir im ersten Lockdown die C920-lookalike namens Papalook AF925 geholt, nachdem...

Dystopinator 09. Mär 2021 / Themenstart

Pfft 1440p ... eher bekommst du nen zweiten 1080p hinterher geworfen, weil billiger ist...

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