Razer Anzu im Test: Arbeiten im Nerd-Look

Mit Razers smarter Brille Anzu sollen wir nicht nur Musik hören, sondern auch entspannter auf unseren Monitor schauen. Die Betonung liegt auf "sollen".

Ein Test von veröffentlicht am
Die Razer Anzu im Einsatz
Die Razer Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Mit der Anzu in einem Videocall zu sitzen, ist eine Herausforderung - besonders für die übrigen Teilnehmer. Razers Brille mit eingebauten Kopfhörern, Mikro und speziellen Blaufiltergläsern sorgt aufgrund ihrer schieren Größe für Heiterkeit: Besonders das große Modell sieht aus wie die Brille eines Nerd-Clowns.

Die Zielgruppe der Anzu sind Nutzer, die viel am Bildschirm arbeiten - explizit erwähnt der Hersteller das momentan weit verbreitete Homeoffice. Dem Thema Gaming widmet sich Razer mit der Anzu hingegen eher nicht. Wir haben uns die Brille vor dem Verkaufsstart genauer angesehen und vor allem hindurchgeguckt und zugehört. Die Soundqualität ist trotz des offenen Lautsprecherkonzeptes gut, vom Nutzen des Farbfilters sind wir allerdings nicht überzeugt. Und damit wackelt das gesamte Konzept.

Die Anzu sieht auf den ersten Blick wie eine normale Brille und ist mit runden oder eckigen Gläsern erhältlich. Lediglich die Bügel verraten, dass in der Brille mehr steckt. Standardmäßig hat die Anzu klare Gläser eingebaut, die 35 Prozent des blauen Lichtes herausfiltern; durch den Blaufilter sollen Nutzer auch längere Zeit vor einem Monitor arbeiten können und dabei ihre Augen weniger anstrengen.

Blaufiltergläser raus, Sonnenbrillengläser rein

Die Anzu ist zudem auch als Sonnenbrille nutzbar: Im Lieferumfang enthalten sind Wechselgläser mit UV-A- und UV-B-Filter, die 99 Prozent der UV-Strahlen blockieren und polarisiert sind. Die Gläser lassen sich leicht aus der Brille drücken und austauschen. Nach dem Tausch müssen wir sie etwas drehen, um einen festen Sitz ohne klappernde Geräusche zu gewährleisten.

  • Die Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Razer hat mit der Anzu eine Brille vorgestellt, die Nutzer vor blauem Licht schützen soll. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu hat spezielle Gläser, die blaues Licht zu 35 Prozent herausfiltern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In beiden Bügeln ist jeweils ein Touchpad für die Bedienung eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu hat eingebaute Lautsprecher, über die Nutzer Musik hören oder Gespräche führen können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu kommt mit einem Etui und getönten Ersatzgläsern, mit der die Brille auch als Sonnenbrille nutzbar ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Razer hat mit der Anzu eine Brille vorgestellt, die Nutzer vor blauem Licht schützen soll. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Klappen wir die Bügel der Anzu auf und setzen die Brille auf, meldet sich eine Stimme aus den in den Bügeln untergebrachten Lautsprechern. Auf jeder Seite ist ein 16-mm-Driver verbaut, der das Ohr von außen bespielt. Dadurch bleiben die Ohren frei und wir können hören, was um uns herum passiert. Die Klangqualität ist für ein derartiges offenes Konzept gut, allerdings weniger druckvoll als der Klang eines guten In-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörers. Von außen sind übertragene Audioinhalte mitunter deutlich wahrnehmbar.

In der Anzu-App können wir das Soundprofil in Richtung der Höhen verstellen, was für manche Unterhaltungen gut ist, für Musik hingegen gar nicht. Razer zufolge sollen sich Gesprächspartner in Videochats so anhören, als stünden sie im Raum - ein Eindruck, den wir nicht bestätigen können.

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Arbeiten im Homeoffice mit Umgebungsgeräuschen 
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NotAlive 08. Mär 2021

War damals auch von VUE fasziniert und habe das dann auch gebackt. Nach X Jahren kamen...

Sportstudent 06. Mär 2021

Ah die gute alte Detektivbrille aus der Micky Maus vor ca. 20 Jahren :D ...

Profi_in_allem 06. Mär 2021

Scharniere aus Plastik hab ich noch nie gesehen, das würde auch nicht halten. Außer das...

gunterkoenigsmann 06. Mär 2021

Erst kauft man sich einen sRGB-Monitor. Dann kalibriert man ihn so, dass er genau die...

smonkey 05. Mär 2021

Die Hololens ist für mich weniger eine Smart Glass. Das ein Head Mounted Display, sowas...



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