Arbeiten im Homeoffice mit Umgebungsgeräuschen

Razer begründet das Open-Ear-Konzept damit, dass viele der im Homeoffice arbeitenden Menschen lieber mehr von der Umgebung mitbekommen wollen - etwa das Türklingeln oder Fragen der Kinder im Homeschooling. Unser Eindruck ist da eher ein anderer, letztlich kommt es aber natürlich immer auf die persönliche Situation an. Wir schätzen es, wenn wir uns in bestimmten Situationen mit ANC-Kopfhörern von der Außenwelt und ihren Geräuschen abschotten können.

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Der Fairness halber sei gesagt, dass dies mit der Anzu auf der Nase durchaus möglich ist, da wir natürlich zusätzlich Kopfhörer aufsetzen können. Ein Argument für ein solches Szenario wäre, dass Nutzer dann weiterhin die Brille mit ihren Blaufilter-Gläsern tragen könnten. An dieser Stelle beginnt für uns das Konzept der Anzu aber zu wackeln.

Der Farbfilter beim Tragen der Brille ist wahrnehmbar, wir sehen unsere Umgebung in wärmeren Farben; wir erkennen aber im Arbeitsalltag vor dem Rechner keinen Sinn darin, für diese Funktion extra eine Brille aufzusetzen. Sowohl unter Windows als auch MacOS als auch den verbreiteten Linux-Desktops ist es möglich, die angezeigten Inhalte wärmer anzeigen zu lassen. Damit kommen wir zum gleichen Ergebnis, ohne eine mit knapp 50 Gramm auf Dauer doch merklich schwere Brille zu tragen.

Sprachqualität ist mit vielen Headsets besser

Angesichts der von unseren Gesprächspartnern als nicht sonderlich gut bewerteten Sprachqualität über das eingebaute Mikro der Anzu würden wir bei der Arbeit für Konferenzen eher ein Headset mit gutem Mikrofon und gutem Klang bevorzugen, wie es Razer selbst anbietet. Dazu würden wir unseren Bildschirm auf eine wärmere Farbwiedergabe stellen - für uns wäre dies das lohnendere Szenario, zumal wir Brillenträger sind.

  • Die Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Razer hat mit der Anzu eine Brille vorgestellt, die Nutzer vor blauem Licht schützen soll. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu hat spezielle Gläser, die blaues Licht zu 35 Prozent herausfiltern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In beiden Bügeln ist jeweils ein Touchpad für die Bedienung eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu hat eingebaute Lautsprecher, über die Nutzer Musik hören oder Gespräche führen können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu kommt mit einem Etui und getönten Ersatzgläsern, mit der die Brille auch als Sonnenbrille nutzbar ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Anzu im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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In den USA hat Razer einen Online-Optiker als Partner gewinnen können, um der Anzu angepasste Linsen zu verpassen. Dies fehlt in Deutschland. Wer eine Brille mit Sehstärke trägt und die Anzu verwenden möchte, muss demnach Kontaktlinsen tragen oder sie zu einem Optiker bringen und hoffen, dass dieser passende Gläser einsetzen kann.

Gesteuert wird die Anzu über Touch-Felder, von denen jeweils eines an jedem Bügel angebracht ist. Mit der üblichen Steuerung aus einfachen, doppelten und dreifachen Tippgesten können wir Musikstücke auswählen, ans Telefon gehen oder den Sprachassistenten starten. Auch den Low-Latency-Modus mit einer Latenz von 60 ms können wir über eine Touchgeste aktivieren. Im Alltag können wir in den Situationen, in denen wir den Modus ausprobiert haben, zugegebenermaßen keinen Unterschied zur Latenz im normalen Modus erkennen.

Geladen wird die Anzu über ein USB-Kabel, das an zwei Kontakten an der Brille befestigt wird - jeweils an jedem Bügel. Die beiden Lautsprecher der Anzu funktionieren wie die Stöpsel von komplett drahtlosen Kopfhörern und werden auch in der App einzeln aufgeführt. Das führt bei unserem Modell manchmal dazu, dass Systemansagen der Brille mit minimalem Versatz zu hören sind - nicht aber Audioinhalte wie Musik oder Gespräche.

Der Akku reicht Razer zufolge für eine dauerhafte Nutzung von mindestens fünf Stunden aus. Klappen wir die Brille zusammen, schaltet sie sich automatisch aus und spart Akku. Aufgeklappt und ausgeschaltet lässt sich die Brille nicht verwenden.

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 Razer Anzu im Test: Arbeiten im Nerd-LookRazer Anzu: Verfügbarkeit und Fazit 
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NotAlive 08. Mär 2021

War damals auch von VUE fasziniert und habe das dann auch gebackt. Nach X Jahren kamen...

Sportstudent 06. Mär 2021

Ah die gute alte Detektivbrille aus der Micky Maus vor ca. 20 Jahren :D ...

Profi_in_allem 06. Mär 2021

Scharniere aus Plastik hab ich noch nie gesehen, das würde auch nicht halten. Außer das...

gunterkoenigsmann 06. Mär 2021

Erst kauft man sich einen sRGB-Monitor. Dann kalibriert man ihn so, dass er genau die...

smonkey 05. Mär 2021

Die Hololens ist für mich weniger eine Smart Glass. Das ein Head Mounted Display, sowas...



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