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Raytracing: Nvidia schaltet DXR auf Pascal und Turing GTX frei

GDC 2019
Raytracing in Spielen unterstützen bisher nur die Geforce RTX und die Titan V, doch das ändert sich bald: Nvidia veröffentlicht im April 2019 einen Treiber für ältere Grafikkarten, genauer gesagt viele GTX-Modelle.
/ Marc Sauter
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Szene aus Metro Exodus mit Raytracing-GI (Bild: 4A Games, Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Szene aus Metro Exodus mit Raytracing-GI Bild: 4A Games, Screenshot: Marc Sauter/Golem.de

Ab April 2019 können auch Besitzer älterer sowie günstiger Geforce-Grafikkarten ausprobieren, wie Raytracing in Spielen aussieht: Nvidia schaltet für auf der Pascal-Architektur auf dem TU116-Turing-Chip basierende Modelle die Option frei, DXR nutzen. Microsofts DirectX Raytracing ist die Schnittstelle, um in Titeln wie Battlefield 5 und Metro Exodus den Rasterizer-Renderer um Raytracing-Effekte wie eine globale Beleuchtung zu erweitern.

Bisher klappte das nur auf der Geforce RTX, da deren Chips besonders schnelle Shader-Einheiten sowie RT-Cores für die Schnittstellenprüfung aufweisen. Die Geforce GTX 1660 (Ti) mit TU116 haben ebenfalls Rechenkerne mit FP32- und INT32-Einheiten, aber keine zusätzlichen Cores, um Raytracing zu beschleunigen. Diese fehlen auch bei den Pascal-Chips, wenngleich beispielsweise eine Geforce GTX 1080 Ti dennoch – auch mit Raytracing – deutlich schneller rechnet als eine Geforce GTX 1660 Ti; erst eine Geforce GTX 1070 ist ungefähr gleichauf mit der Turing-Karte.

Raytracing in Metro Exodus im Test
Raytracing in Metro Exodus im Test (02:07)

Nvidia schaltet DXR im Treiber für die Geforce GTX 1080 (Ti), die Geforce GTX 1070 (Ti), die Geforce GTX 1060 mit 6 GByte, die Titan X(P), die Titan V und die Geforce GTX 1660 (Ti) frei. Grafikkarten wie die Geforce GTX 1050 Ti sind aus Sicht des Herstellers zu langsam, die Geforce GTX 1060 mit 3 GByte wiederum hat zu wenig Videospeicher, da Spiele mit Raytracing mehrere hundert MByte zusätzlich belegen.

Hinsichtlich der Geschwindigkeit sollten Nutzer nicht allzu viel erwarten: Nvidia gibt an, dass eine Geforce GTX 1080 Ti in 1440p mit Ultra-Raytracing nur knapp 20 fps erreiche. Eine sonst ähnlich schnelle Geforce RTX 2080 schafft rund 50 fps. Interessant ist in diesem Kontext, dass AMDs Radeon VII oft fast die Geschwindigkeit einer Geforce GTX 1080 Ti oder Geforce RTX 2080 liefert, bisher aber kein DXR-Treiber öffentlich verfügbar ist. Crytek zeigte jedoch kürzlich eine Cryengine-Raytracing-Techdemo auf einer Vega 56.


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