Raytracing: DirectX geht ein Lichtstrahl auf

Tschüss, fehlerhafte Schatten: Microsoft will die Grafiktechnologie Raytracing in DirectX 12 einbauen. Außerdem soll Maschinenlernen endlich in mehr Spielen für schicke Effekte sorgen.

Artikel veröffentlicht am , /
Artwork von Metro Exodus
Artwork von Metro Exodus (Bild: 4A Games)

Jahrelang ist es relativ ruhig gewesen um Raytracing, nun steht es möglicherweise vor dem Durchbruch: Microsoft hat auf der GDC 2018 in San Francisco angekündigt, die Technologie künftig in seine Schnittstelle DirectX 12 zu integrieren. Microsoft ist nicht der einzige Hersteller, der das eigentlich schon seit Jahren bekannte, für bezahlbare Rechner aber zu aufwendige Raytracing neu entdeckt. Im Februar 2018 hatte Imagination Technologies einen Chip-Cluster vorgestellt, der das Verfahren zur besonders glaubwürdigen Darstellung von Licht und Schatten sogar auf Smartphones bringen könnte.

Inhalt:
  1. Raytracing: DirectX geht ein Lichtstrahl auf
  2. Echtes 3D wird immer wichtiger

DirectX Raytracing (DXR) ist gedacht als Weiterentwicklung derzeit verfügbarer Technologien wie Screen-Space Reflection und Global Illumination, wie sie beim Rasterisieren und Rendern zum Einsatz kommen. Vereinfacht gesagt geht es bei Raytracing darum, echte Lichtstrahlen soweit wie möglich zu simulieren - inklusive ihrer Spiegelungen abhängig von den Oberflächen von Objekten sowie der Mischung von Farben. Das ist an sich schon rechenaufwendig, aber es gibt ein paar zusätzliche Herausforderungen.

In Spielen wird nämlich bei der Darstellung von Objekten massiv getrickst. Von Gegenständen werden oft nur die Seiten gezeigt, die der Anwender tatsächlich sehen kann. Auch Lichteffekte sind auf diese Bedingungen ausgelegt und im Grunde nur zweidimensional - was allerdings bei gut gemachten Spielen nicht auffällt.

Bei Raytracing bildet das Verfahren echtes 3D nach. Das bedeutet, dass ein Lichtstrahl auch von der Rückseite eines Objekts zurückgespiegelt wird, damit das System funktioniert. Das erhöht den Computer-Rechenaufwand massiv; Verfahren wie Shadow Mapping haben das im Ansatz übrigens ebenfalls schon gemacht.

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Microsoft ist der Meinung, dass die Leistung von CPU und GPU inzwischen ausreichend schnell ist. Außerdem ist es aus Sicht des Unternehmens dank der hardwarenahen Programmierung von DirectX 12 möglich, das Verfahren einzusetzen. Wann erste Spiele mit Raytracing auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt; eines der ersten soll Metro Exodus von 4A Games sein, für das noch kein Veröffentlichungstermin vorliegt.

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Echtes 3D wird immer wichtiger 
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bombinho 21. Mär 2018

Dé­jà-vu: https://forum.golem.de/kommentare/games/raytracing-directx-geht-ein...

bombinho 21. Mär 2018

Wenn sie nicht laufen wuerden, waere es auch nicht so nervig, wenn sie dann doch...

xmaniac 20. Mär 2018

Laut heise werden wohl zumindest in nvidias neuem RT die Tensor Cores genutzt :)

AllDayPiano 20. Mär 2018

So einfach die Melodie auch klingen mag - das Original ist genial gemacht, denn die...



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