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Rayman Adventures im Test: Wischen, hüpfen und stolpern mit Rayman

Mit Rayman Adventures setzt der knuffige Jump-and-Run-Held zu einem Sprung auf iOS- und Android-Geräte an. Dort konnte er in der Vergangenheit in Titeln wie Jungle Run und Fiesta Run begeistern. Jetzt hat er das eine oder andere Problem mit der Körperbeherrschung.
/ Thorsten Wiesner
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Rayman Adventures (Bild: Golem.de)
Rayman Adventures Bild: Golem.de

Bei der Hintergrundgeschichte von Rayman Adventures hat sich Ubisoft nicht viel Mühe gegeben. Wieder muss der Held gegen Bösewichte kämpfen, seine Freunde beschützen und Gegenstände einsammeln. Wie schon häufig zuvor ist er bei seinen Wegen durch die bunten Level nicht allein unterwegs: Je nach Wunsch und Auswahl können ihm kleine Helferlein beistehen, die ihn etwa beim Auffinden von Schätzen unterstützen oder ihn vorübergehend unverwundbar machen.

Rayman Adventures – Trailer (Launch)
Rayman Adventures – Trailer (Launch) (00:58)

Im Vergleich zu den vorherigen Titeln hat Ubisoft vor allem die Bedienung überarbeitet. Rayman läuft weiterhin von alleine, anders als in den zahlreichen bekannten Endless Runnern kann der Spieler ihn aber nun die Richtung ändern lassen – mit einem Wisch über den Bildschirm entgegengesetzt zur Laufrichtung. Tippen lässt Rayman springen, ein Wisch in Richtung Gegner eine Attacke ausführen. Hinzu kommen kombinierte Sprünge an Wänden und Hindernissen.

Spätestens, wenn mehrere Aktionen kurz hintereinander ausgeführt werden wollen, etwa ein Richtungswechsel mit anschließendem Sprung auf eine höhere Plattform und eine nachfolgende Attacke, wird die Problematik der Bedienung offensichtlich. Der Wunsch der Entwickler, möglichst viel mit möglichst wenig Gesten abbilden zu können, führt dazu, dass ständig nicht das passiert, was sich der Spieler wünscht. Frust und häufige Neuversuche sind die Folge.

Abwechslungsreiche Umgebungen

Die Level bieten einen Mix aus Geschicklichkeit, Sammelaufgaben und kleineren Rätseln. Da geht es etwa darum, Balken und Räder so zu drehen, dass der Weg zu neuen Bereichen freigeschaltet wird. Dazwischen gibt es kleinere Minispiele, etwa Rubellose, in denen neue Extras zu gewinnen sind.

Apropos Extras: Rayman Adventures ist ein Free-to-play-Titel: Der Download ist kostenlos, echtes Geld kann aber dazu genutzt werden, die Extras zu kaufen und damit die angesprochenen Begleiter bei Laune zu halten. Die Käufe machen das Spiel einfacher, sind aber nicht zwingend vonnöten. Wer will, kann Rayman auch ohne echtes Geld durch die Welten führen.

Glänzen kann Rayman einmal mehr bei der Technik. Das Spiel sieht großartig aus, die Level sind abwechslungsreich und voller kleiner Details und die Charakter-Animationen ebenso flüssig und knuffig wie die Protagonisten selbst. Dafür nervt, dass das Spiel beständig Daten im Hintergrund nachlädt und auch häufig eine Verbindung zu den Ubisoft-Servern anfragt, was immer wieder für Ladezeiten und Verzögerungen sorgt.

Rayman Adventures ist ab sofort bei Google Play(öffnet im neuen Fenster) und im iTunes Store(öffnet im neuen Fenster) erhältlich und erfordert mindestens Android 4.1 beziehungsweise iOS 8.0.

Fazit

Raymans neuer Smartphone-Auftritt hinkt den Vorgängern qualitativ etwas hinterher. Level-Design und Grafik sind zwar weiterhin erstklassig, dafür sorgen aber zwei inhaltliche Veränderungen für eine spürbare Spielspaß-Verschiebung. Der Wechsel hin zum Free-to-Play ist noch verkraftbar, weil Ubisoft es mit Kauf-Aufforderungen nicht übertreibt.

Die Neuerungen bei der Bedienung verursachen aber vor allem zu Beginn einigen Frust. Mit einem Gamepad wäre das kein Problem, auf dem Touchscreen hingegen kommt es zu vielen ungewollten Aktionen und Fehlversuchen, die den Spielspaß merklich trüben.


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