Ray Ban Smart Glasses: Meta veröffentlicht Kamera-Sonnenbrille auch in Deutschland

Neben dem bereits angekündigten Nachfolger für sein VR-Headset bringt Meta ein weiteres Augmented-Reality-Produkt nach Deutschland: Die in Kollaboration mit dem Sonnenbrillenhersteller Ray Ban entwickelten Smartglasses erscheinen in einer neuen Version auch auf dem deutschen Markt.
Die in die Bügel, die wahlweise aus einfarbigem oder transparentem Kunststoff bestehen, verbaute 12-Megapixel-Weitwinkelkamera soll Videos in Full-HD aufzeichnen, die per WLAN auch auf Metas Plattformen Instagram und Facebook gestreamt werden können. Außerdem stecken laut Meta fünf Mikrofone in der Brille. Die Standardvariante kostet 329 Euro, die mit polarisierenden Gläsern 359 Euro.
Neben Sonnenbrillengläsern können gegen Aufpreis auch Gläser mit Sehstärke eingesetzt werden. Ein Problem für alle, die ihre Alltagsbrille ersetzen möchten: Metas Angaben zufolge muss die Brille nach vier Stunden aufgeladen werden, was im mitgelieferten Ladeetui für eine volle Ladung 75 Minuten dauern soll.
Das 2019 erschienene Vorgängermodell war in Deutschland nicht verfügbar . Ab dem 17. Oktober 2023 soll die neue Version der Kamerabrille neben dem nordamerikanischen Markt auch in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern zum Verkauf stehen.
Meta Quest 3 kommt teurer im Oktober
Bereits eine Woche früher, am 10. Oktober 2023, soll der Versand des bereits im Sommer angekündigten VR-Headsets Quest 3 starten.
Die Version mit 128 GB Speicher kostet rund 550 Euro, ein ansonsten identisches Modell mit 512 GB Speicherplatz kostet 700 Euro. Der neue Startpreis liegt deutlich über dem des mit 350 Euro vergleichsweise erschwinglichen Vorgängermodells Quest 2.
Ebenso wie die erste Version der Ray-Ban-Smartglasses war auch das VR-Headset Quest 2 aufgrund von Datenschutzbedenken lange nicht in Deutschland verfügbar und wird hier erst seit Ende 2022 verkauft .
Kamerabrillen werden noch kaum genutzt
Die Idee einer alltagstauglichen Brille mit eingebauter Kamera ist nicht neu. Vor Meta veröffentlichte Snapchat bereits 2017 ein vergleichbares Produkt . Laut eigenen Angaben verkaufte Snap bis 2019 150.000 Exemplare(öffnet im neuen Fenster) .
Metas auf die Social-Media-Nutzung zugeschnittenen Smartglasses werden einem Bericht aus dem August 2023 zufolge kaum eingesetzt: Internen Unterlagen zufolge sollen weniger als ein Zehntel der 300.000 Käufer die Funktion aktiv nutzen .
Ein Nachfolger des 1.500 Euro teuren Mixed-Reality-Headsets Quest Pro wurde nicht vorgestellt - Berichten aus dem Juli 2023 zufolge hatte Meta die Arbeit am Pro-Modell eingestellt.



