Kooperation im All: ULA soll privates Raumstationsmodul für Bigelow starten

Bigelow will seine großen entfaltbaren Raumstationsmodule mit Raketen der ULA starten lassen und hofft auf eine Kooperation mit der Nasa. Ganz klar sind die Pläne der Partnerschaft mit der angeschlagenen ULA aber nicht.

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Bigelows BA-330 Module sind auch autonome Raumstationen.
Bigelows BA-330 Module sind auch autonome Raumstationen. (Bild: Bigelow Aerospace)

Bigelow Aerospace, Entwickler und Hersteller von entfaltbaren Weltraummodulen, und die United Launch Alliance (ULA), der größte Anbieter von Trägerraketen in den USA, haben eine Kooperation zum Start eines BA-330-Moduls bekanntgegeben. Einen Startplatz im Jahr 2020 hat Bigelow schon reserviert.

Inhalt:
  1. Kooperation im All: ULA soll privates Raumstationsmodul für Bigelow starten
  2. Der Start braucht eine neue Raketenstufe

Beim BA-330 handelt es sich um ein knapp 20 Tonnen schweres Modul, das aus einem festen Zylinder als Kern besteht, aber eine Außenstruktur besitzt, die sich im Orbit entfalten lässt und so das freie Volumen auf etwa 330 Kubikmeter vergrößert. Es hat damit nur etwas mehr als ein Drittel der üblichen Masse eines Moduls dieser Größe.

Nach der Entfaltung kann es im Weltraum auch als autonome Raumstation fungieren. Bigelow möchte jedoch vor dem Start mit der Nasa verhandeln und hofft, das Modul unter dem Namen XBase (Expandable Bigelow Advanced Station Enhancement) an der ISS andocken zu dürfen - und dabei die Nasa als Kunden zu gewinnen. Ein BA-330-Modul wäre groß genug, um das Volumen der ISS um 30 Prozent zu vergrößern. Allerdings erwartet Robert Bigelow, der Gründer von Bigelow Aerospace, dabei eine ganze Menge Herausforderungen, wie er gestern bei einer Pressekonferenz sagte.

Verhandlungen sind noch in der Frühphase

Demnach befinden sich die beiden Firmen in Gesprächen, die "typisch für eine sehr frühe Phase von Verhandlungen sind". Auf die Frage eines Reporters nach der Finanzierung antwortete Robert Bigelow, dass es für eine Antwort noch zu früh sei. Bigelow, der sein Vermögen mit einer Hotelkette gemacht hat, soll inzwischen etwa eine halbe Milliarde US-Dollar in seine Weltraumfirma gesteckt haben. Sie verfügt damit über ausreichend Ressourcen, um bis 2020 zwei BA-330-Module zu bauen. Für den Start wird das Jahr 2020 anvisiert.

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Bigelows Ankündigung folgt nach dem erfolgreichen Start des entfaltbaren Beam (Bigelow Expandable Activity Module) an Bord des Dragon-Frachters der CRS-8-Mission von SpaceX in der vergangenen Woche. Vor dieser Mission hatte Bigelow offenbar Zweifel geäußert, ob das Modul noch funktioniert, nachdem es über ein Jahr zusammengefaltet war. Ursprünglich war der Start des Moduls schon für letzten Herbst vorgesehen. Nach dem Fehlstart des Dragon-Frachters der CRS-7-Mission musste er aber verschoben werden.

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Der Start braucht eine neue Raketenstufe 
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