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Raumfahrtvorschau: Drei wichtige Mondmissionen für 2026

In diesem Jahr werden drei bedeutende Raumfahrt-Missionen zum Mond aufbrechen. Bei einer von ihnen, Artemis II, werden sogar Astronauten mitfliegen.
/ Patrick Klapetz
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Eine Aufnahme vom Mond (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
Eine Aufnahme vom Mond (Symbolbild) Bild: Pixabay

Besonders drei Mondmissionen dürften 2026 herausstechen: die erste kommerzielle Mondmission von Blue Origin, die erste astronautische Mondmission seit über 50 Jahren und die ersten Schritte, um eine Basis auf der Mondoberfläche zu errichten.

Das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, Blue Origin, möchte voraussichtlich Anfang des Jahres zu seiner ersten Mondmission aufbrechen und direkt versuchen, auf der Oberfläche des Trabanten zu landen. Ein genauer Starttermin für die Mondlandefähre Blue Moon Mark 1 (MK1) wurde bisher nicht verkündet, wobei Januar 2026 als optionaler Startpunkt angegeben ist.

Mondlandung: Ein herausforderndes Unterfangen

Die Landefähre soll mit der hauseigenen Schwerlastrakete New Glenn zunächst in die Erdumlaufbahn befördert werden. Besonders nach den beiden erfolgreichen Raketenstarts im vergangenen Jahr dürfte einem weiteren Launch der New Glenn wenig entgegenstehen. Sobald der Lander im Erdorbit ausgesetzt wurde, soll dieser gen Mond aufbrechen.

MK1 wird von einem einzelnen BE-7-Triebwerk angetrieben und soll Fracht von bis zu 3.000 kg bis auf die Mondoberfläche bringen. Der Landeanflug auf den Mond wird kein leichter werden. Etwa 50 Prozent aller versuchten Landeanflüge auf fremden Himmelskörpern sind bisher gescheitert.

2024 gelang Intuitive Machines die erste kommerzielle Mondlandung überhaupt, auch wenn es dabei ein paar Probleme gab und erst im letzten Jahr dem Lander Blue Ghost von Firefly Aerospace die erste professionelle privatwirtschaftliche Mondlandung gelang. Vielleicht gelingt es Blue Origin in diesem Jahr ebenfalls. Das würde vor allem die bevorstehende astronautische Mondlandungsmission von Blue Origin ein gutes Stück vorantreiben.

Ein Rundflug um den Mond

Doch bevor Astronauten auf der Mondoberfläche landen können, müssen sie erst einmal einen Rundflug bewältigen. Artemis II könnte bereits am 5. Februar 2026 starten und drei Astronauten der US-Raumfahrtbehörde Nasa und einen der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA zu unserem nächsten Nachbarn im Weltraum bringen.

Die astronautische Mondmission soll mit der Megamondrakete SLS (Space Launch System) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida, USA) starten. Währenddessen werden sich die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen im Orion-Raumschiff befinden, das vom europäischen Antriebs- und Lebenserhaltungsmodul ESM (European Service Module) mit Strom, Sauerstoff und Wärme versorgt und angetrieben wird.

Koch wird dabei die erste Frau und Hansen der erste Kanadier sein, die zum Mond aufbrechen. Auch wenn es sich hierbei nur um einen Rundflug handelt. Erst zwei der Astronauten von Artemis III werden auf dem Mond landen dürfen, und das frühestens 2027 – wobei mittlerweile 2028 als realistischeres Datum erscheint.

Wichtiger Schritt für den Bau einer Mondbasis

Zukünftig sollen Menschen nicht nur für Kurzzeitmissionen zum Trabanten aufbrechen, sie sollen in Basen auf der Mondoberfläche mehrere Wochen und Monate verbringen können. Die USA haben erst kürzlich den Zeitplan für den Baubeginn einer Mondbasis konkretisiert. Dagegen verfolgt China diesen Plan bereits etwas länger.

Im August 2026 soll dafür eine Vorbereitungsmission aufbrechen. Nachdem der Orbiter der Chang'e-7-Mission die Mondumlaufbahn erfolgreich erreicht hat, soll er eine Landefähre und eine Mini-Flugsonde aussetzen.

Beide Raumfahrzeuge sollen nach Wassereisvorkommen auf dem Mond suchen, um dadurch einen geeigneten Ort für die Errichtung der internationalen Mondforschungsstation ILRS (International Lunar Research Station) in der Südpolnähe zu finden.

2026 ist somit ein wichtiges Mondjahr für die private und staatliche Raumfahrt.


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