Raumfahrtvorschau: Drei wichtige Mondmissionen für 2026

Besonders drei Mondmissionen dürften 2026 herausstechen: die erste kommerzielle Mondmission von Blue Origin, die erste astronautische Mondmission seit über 50 Jahren und die ersten Schritte, um eine Basis auf der Mondoberfläche zu errichten.
Das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, Blue Origin, möchte voraussichtlich Anfang des Jahres zu seiner ersten Mondmission aufbrechen und direkt versuchen, auf der Oberfläche des Trabanten zu landen. Ein genauer Starttermin für die Mondlandefähre Blue Moon Mark 1 (MK1) wurde bisher nicht verkündet, wobei Januar 2026 als optionaler Startpunkt angegeben ist.
Mondlandung: Ein herausforderndes Unterfangen
Die Landefähre soll mit der hauseigenen Schwerlastrakete New Glenn zunächst in die Erdumlaufbahn befördert werden. Besonders nach den beiden erfolgreichen Raketenstarts im vergangenen Jahr dürfte einem weiteren Launch der New Glenn wenig entgegenstehen. Sobald der Lander im Erdorbit ausgesetzt wurde, soll dieser gen Mond aufbrechen.
MK1 wird von einem einzelnen BE-7-Triebwerk angetrieben und soll Fracht von bis zu 3.000 kg bis auf die Mondoberfläche bringen. Der Landeanflug auf den Mond wird kein leichter werden. Etwa 50 Prozent aller versuchten Landeanflüge auf fremden Himmelskörpern sind bisher gescheitert.
2024 gelang Intuitive Machines die erste kommerzielle Mondlandung überhaupt, auch wenn es dabei ein paar Probleme gab und erst im letzten Jahr dem Lander Blue Ghost von Firefly Aerospace die erste professionelle privatwirtschaftliche Mondlandung gelang. Vielleicht gelingt es Blue Origin in diesem Jahr ebenfalls. Das würde vor allem die bevorstehende astronautische Mondlandungsmission von Blue Origin ein gutes Stück vorantreiben.