Raumfahrt: Zweites Modul der chinesischen Raumstation gestartet

Mit dem neuen Labormodul nähert sich die dreiteilige Raumstation der Fertigstellung. Sie wird die nächsten 10 Jahre chinesischer Raumfahrt prägen.

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Die Rakete vom Typ Langer Marsch 5 startete erfolgreich.
Die Rakete vom Typ Langer Marsch 5 startete erfolgreich. (Bild: CGTN / Screenshot: Golem.de)

Am Sonntag um 8:22 mitteleuropäischer Zeit ist das Wentian-Labormodul der chinesischen Raumstation erfolgreich gestartet. Der Start erfolgte vom Wenchang-Weltraumbahnhof auf der südlichen chinesischen Insel Hainan und wurde vom chinesischen Staatsfernsehen auch mit englischem Kommentar übertragen. Dabei kam eine Schwerlastrakete vom Typ Langer Marsch 5B zum Einsatz. Sie erreichte vor der Abtrennung des Moduls einen niedrigen Erdorbit zwischen 170 und 320 Kilometer Höhe.

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Das neue Modul wird nun mithilfe seiner Triebwerke den eigenen Orbit erhöhen und an den der Raumstation angleichen, um das Dockingmanöver durchzuführen. Bislang besteht diese Raumstation allerdings nur aus dem Tianhe-Zentralmodul, das 2021 gestartet wurde. Zur Raumstation wird außerdem noch das Mengtian-Labormodul gehören, dessen Start für Oktober geplant ist. Alle drei Module haben mit rund 20 Tonnen ein ähnlich hohes Startgewicht wie die großen Module der ISS oder der ehemaligen sowjetischen Raumstation Mir.

Wieder Gefahr durch Weltraumschrott

Wie bereits beim Start von Tianhe gibt es keinen Hinweis darauf, dass die ebenso rund 20 Tonnen schwere zweite Raketenstufe der Langer-Marsch-5B-Rakete kontrolliert zum Absturz gebracht wurde oder werden soll. Bereits nach dem letzten Start am 9. Mai 2021 stürzte sie unkontrolliert ab. Sie trat über der arabischen Halbinsel in die Atmosphäre ein und stützte in der Nähe der Malediven in den indischen Ozean. Trümmer solch großer Raketenstufe sind zu groß und massiv, um vollständig in der Atmosphäre zu verglühen.

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Dieses Problem wird sich zumindest noch zweimal wiederholen. Einmal beim Start von Mengtian und nochmals beim Start von Xuntain. Xuntain ist ein frei fliegendes Weltraumobservatorium, etwa in der Größe des Hubble-Weltraumteleskops, das 2023 im gleichen Orbit wie die Raumstation ausgesetzt werden soll. Es wird dadurch vergleichsweise einfach möglich sein, Raumstation und Teleskop für Wartungsarbeiten anzudocken, ohne dafür eigene Raketenstarts planen zu müssen, die über die Lieferung der notwendigen Teile mit Frachtern hinausgehen.

Die Raumstation ist für eine Nutzungsdauer von 10 Jahren geplant, die aber noch verlängert werden könnte. Ebenso gibt es Diskussionen über den Ausbau mit weiteren Modulen, die aber noch keine offiziellen Pläne sind. Die Nutzung der Raumstation für Experimente soll allen Nationen offenstehen. Die Anmeldung dafür läuft bereits seit 2018.

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