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Raumfahrt: Zweite Probennahme von Hayabusa-2 erfolgreich

Nach dem Beschuss des Asteroiden Ryugu mit einer Art Panzerfaust sind Proben aus dem frisch geschlagenen Krater genommen worden. Inzwischen sind erste Bilder der Operation eingetroffen.

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Die Probennahme wurde im Livestream mit Modellen erklärt.
Die Probennahme wurde im Livestream mit Modellen erklärt. (Bild: JAXA/Screenshot: Golem.de)

Die japanische Raumsonde Hayabusa-2 ist zum zweiten Mal auf dem Asteroiden Ryugu gelandet, um Proben zu entnehmen. Es seien erfolgreich Daten empfangen worden und das Manöver erfolgreich verlaufen, hieß es.

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Seit dem vergangenen Jahr umkreist die Sonde Hayabusa-2 den Asteroiden Ryugu. Der Himmelskörper wurde inzwischen ausgiebig kartographiert und es wurde eine erste Probe von der unmittelbaren Oberfläche genommen. Um Proben aus größerer Tiefe nehmen zu können, wurde der Asteroid im April mit einer Art Panzerfaust beschossen, um einen frischen Krater zu erzeugen. In der Nacht kam es nun zur zweiten Landung, um die Proben zu nehmen.

Seit dem Beschuss des Asteroiden hat Hayabusa-2 in zwei weiteren Manövern Zielmarker in der Nähe des Kraters abgesetzt. Das vereinfachte die automatische Navigation während des kritischen Landemanövers, das aus Sicht der Erde fast im Blindflug stattfand. Zur Probenentnahme musste die Sonde auf den Asteroiden ausgerichtet werden, so dass die Parabolantenne keine Verbindung mehr zur Erde haben konnte. Ein einfaches Radiosignal ohne weitere modulierte Daten musste der Bodenkontrolle als Anhaltspunkt genügen.

Für die erste Phase der Landung musste die Flughöhe der Sonde auf eine Höhe von 30 Metern über dem Asteroiden abgesenkt werden. Zur Beobachtung diente dabei lediglich die Dopplerverschiebung des Radiosignals, das die Sonde mit konstanter Frequenz aussendete. Je schneller sich die Sonde von der Erde entfernt, desto mehr wird die Frequenz des Radiosignals durch den Dopplereffekt in Richtung längerer Wellenlängen verschoben. Bei Ankunft auf 30 Meter Höhe sollte die Sonde abbremsen, was eine leichte Erhöhung der Radiofrequenz bewirken sollte.

Die Erfolgsmeldung kam um 3:52 Uhr

In dieser Höhe sollte der Steuercomputer der Sonde die Landemarkierungen erfassen und die Landung vorbereiten. In einer nächsten Stufe wurde die Flughöhe auf 8,5 Meter abgesenkt, was durch eine ähnliche Sequenz von Frequenzverschiebungen begleitet wurde. Um 3:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit zeigten die Signale das erwartete Muster für eine Landung und im japanischen Kontrollzentrum wurde applaudiert. Anschließend begann der Wiederaufstieg der Sonde.

Unter noch mehr Applaus wurde um 3:41 Uhr bekanntgegeben, dass die Parabolantenne erfolgreich wieder auf die Erde ausgerichtet und Daten erfolgreich empfangen worden seien. Um 3:52 Uhr kam aus der Auswertung der Daten die Bestätigung, dass das Manöver erfolgreich verlaufen ist.

Die Probenahme funktionierte wie schon bei der ersten Landung, ähnlich die Erzeugung des Kraters. Ein kleines Projektil aus Tantal wird mit der Energie einer Pistolenkugel auf die Oberfläche abgefeuert. Das dabei herausgeschlagene Material wird mit einer trichterartigen Konstruktion aufgefangen und gesammelt. Ein seltenes und dichtes Material wie Tantal ist dabei nicht nur als Projektil gut geeignet, sondern wird auch die Probe nicht nennenswert verfälschen.

Die Sonde wird noch bis Dezember 2019 um den Asteroiden Ryugu fliegen und anschließend zur Erde zurückfliegen. Die Ankunft der Sonde mit ihrer Landekapsel ist ein Jahr später geplant, rund sechs Jahre nach ihrem Start am 3. Dezember 2014.

Nachtrag vom 11. Juli 2019, 10:40 Uhr

Inzwischen wurden erste Bilder von der Operation übertragen.

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  • Das erste von drei Bildern zeigt die Annäherung von Hayabusa-2 an Ryugu. (Bild: JAXA)
  • Das zweite Bild wurde kurz vor der Probenahme aufgenommen. (Bild: JAXA)
  • Nach dem Abschuss der Kugel wurden Staub und Gestein aufgewirbelt und als Probe gesammelt. (Bild: JAXA)
Nach dem Abschuss der Kugel wurden Staub und Gestein aufgewirbelt und als Probe gesammelt. (Bild: JAXA)


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Hotohori 11. Jul 2019

Eben, und darum ist es viel einfacher zu schießen. Da dürfte es zu erheblich weniger...


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