Raumfahrt: Veteranen der Sternenflotte erklären die Curiosity-Landung
Am 6. August 2012 wird, wenn alles gut verläuft, der Rover Curiosity auf dem Mars landen. Wer könnte dieses Ereignis besser erklären als ein Vertreter der Vereinten Föderation der Planeten(öffnet im neuen Fenster) ? Die US-Weltraumbehörde Nasa hat sich wohl gedacht, doppelt halte besser, und deshalb gleich zwei Offiziere der Sternenflotte engagiert.
Will vs. Wil
Kein anderer als Kapitän James T. Kirk, auf der Erde auch unter seinem Decknamen William Shatner bekannt, und Fähnrich Wesley Crusher alias Wil Wheaton erklären per Videobotschaft, wie die Nasa sicher auf dem Nachbarplaneten landen will. Das Video bleibt dabei gleich. Nur der Erzähler wechselt und kommentiert in seinem eigenen Stil: Shatner eher gelassen – für einen erfahrenen Schiffsführer geziemt es sich, gerade in kritischen Situationen Ruhe und Überblick zu bewahren, Wheaton mit mehr Verve und Pathos.

In der Gunst der Zuschauer auf der Nasa-Seite liegen sie gleichauf: Sowohl Shatners Video(öffnet im neuen Fenster) als auch das von Wheaton(öffnet im neuen Fenster) ist mit 4,3 Punkten bewertet worden.
Funkloch
Es ist ein komplexes Manöver, das von der Erde aus nicht einmal live verfolgt, geschweige denn gesteuert werden kann: Vom Eintritt der Transportkapsel bis zum Aufsetzen des Rovers vergehen sieben Minuten. Ein Funksignal vom Mars zur Erde braucht doppelt so lange. Etwas pathetisch bezeichnet die Nasa die Zeit, in der es keine Daten von Curiosity gibt, als die " Sieben Minuten des Schreckens ".

Immerhin: Die Sonde Odyssey(öffnet im neuen Fenster) wird nicht wie befürchtet die Wartezeit um weitere bange Minuten verlängern. Die Nasa konnte den Marssatelliten durch Zünden seiner Antriebsraketen wieder auf die richtige Position bringen(öffnet im neuen Fenster) . Er wird wie vorgesehen den Anflug und die Landung von Curiosity verfolgen und aufzeichnen können.
Videos und Kinect-Spiel
Je näher die Transportkapsel mit dem Rover Curiosity dem Mars kommt, desto mehr buhlt die Nasa um die Aufmerksamkeit des Publikums. Auf der Website der US-Weltraumbehörde läuft der Countdown. Die Nasa hat neben den genannten eine Reihe weiterer Videos zu den sieben schrecklichen Minuten veröffentlicht. Nutzer einer Xbox 360 mit der Kinect-Bewegungssteuerung können die Landung des Rovers spielerisch antizipieren .

Vielleicht produziert die Nasa ja noch weitere Versionen des Videos. Eines könnte dann von Yoda eingesprochen werden: "Sieben Minuten des Schreckens Curiosity überleben muss. Die Macht mit ihm möge sein."
- Anzeige Hier geht es zu Star Trek: The next Generation bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



