Raumfahrt: US-Unternehmen soll Nasa bei Mond- und Marsprogramm helfen

Neue Triebwerke, Energieversorgungssysteme oder Systeme für die sichere Landung: Missionen zu fremden Himmelskörpern sind aufwendig. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin bei der Entwicklung unterstützen und selbst davon profitieren.

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Künstlerische Darstellung einer Mondlandung: Kosten senken, Entwicklung beschleunigen
Künstlerische Darstellung einer Mondlandung: Kosten senken, Entwicklung beschleunigen (Bild: Nasa)

Artemis braucht Helfer. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) hat Partnerschaften mit privaten US-Unternehmen abgeschlossen. Diese werden Systeme entwickeln, die für künftige Raumfahrtmissionen benötigt werden.

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Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Nasa Unternehmen aufgefordert, Entwicklungsprojekte einzureichen. Die Behörde hat 13 US-Unternehmen für 19 Partnerschaften ausgewählt. Darunter sind die großen Player in der Branche wie Blue Origin, Lockheed Martin, Sierra Nevada Corporation oder SpaceX, aber auch kleine Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern. Die Nasa wird ihnen Fachwissen, Einrichtungen sowie Hard- und Software kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Partnerschaften sollen laut Nasa den kommerziellen Raumfahrtsektor voranbringen und dazu beitragen, neue Techniken zu entwickeln, die auch zukünftigen Nasa-Missionen zugutekommen können. Die Projekte stammen aus diversen Bereichen: Darunter sind etwa Antriebe und Systeme für die Energieversorgung für Raumfahrzeuge oder Techniken und Systeme, die benötigt werden, um Raumfahrzeuge sicher zum Mond oder dem Mars absteigen und darauf landen zu lassen. Andere Projekte beschäftigen sich mit neuen Materialien oder der Produktion und Fertigung im All.

SpaceX zum Beispiel wird daran arbeiten, Raketen vertikal auf dem Mond landen zu lassen sowie Systeme zu entwickeln, um Raumfahrzeuge im All zu betanken. Lockheed Martin will unter anderem Technologien und Verfahren für automatisierte Weltraumgewächshäuser testen. Das soll die Versorgung von Astronauten auf längeren Raumflügen sichern.

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Einer der größten Nutznießer ist Blue Origin: Das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte vor einigen Monaten das Modell des Mondlanders Blue Moon vorgestellt und wird ihn mit Hilfe der Nasa im Rahmen von drei Projekten weiterentwickeln. Dazu gehören Materialien für die Raketentriebwerke der Landefähre sowie ein Navigations- und Leitsystem, um präzise Ziele auf dem Mond anzusteuern. Schließlich arbeitet Blue Origin an einer Brennstoffzelle, die Blue Moon in der Mondnacht mit Strom versorgen soll.

Von den Techniken und Systemen, die im Rahmen des Partnerschaftsprogramms entwickelt werden, will die Nasa für ihre künftigen Missionen wie die für 2024 geplante Mondlandung und den Flug zum Mars profitieren. Das Programm soll laut Nasa die Entwicklungskosten senken sowie die Einführung neuer Systeme beschleunigen.

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