Raumfahrt: US-Raumfrachter Cygnus führt ISS-Bahnkorrektur durch

Der Westen kann auch ohne russisches Raumfahrzeug Bahnkorrekturen der ISS durchführen.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumstation ISS: wertlose Drohung
Raumstation ISS: wertlose Drohung (Bild: Nasa)

Cygnus verschiebt Raumstation: Die Internationale Raumstation (Internationale Space Station, ISS) brauchte wieder einmal eine Bahnkorrektur. Die hat zum ersten Mal seit einem guten Jahrzehnt wieder ein US-Raumfahrzeug übernommen.

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Der US-Raumfrachter Cygnus, der seit einigen Monaten an der Station angedockt ist, sorgte für die Bahnkorrektur. Cygnus habe sein Haupttriebwerk gezündet, um die ISS auf die richtige Bahn zu bringen, teilte der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Northrop Grumman mit, der das Raumschiff entwickelt hat.

"Dieser Reboost der ISS durch Cygnus ist ein wichtiger Beitrag, um die Raumstation zu erhalten und zu unterstützen", sagte Steve Krein, Leiter des Bereichs Civil and Commercial Space, Tactical Space Systems bei Northrop Grumman. "Es zeigt auch die enormen Fähigkeiten, die Cygnus der ISS und zukünftigen Weltraumforschungsmissionen bietet."

Bahnkorrektur ohne russisches Raumfahrzeug

Die Bahnkorrektur mit Cygnus war wichtig für den Erhalt der ISS: In den ersten Jahren war das Aufgabe der Spaceshuttles. Nach dem Ende des Spaceshuttle-Programms im Jahr 2011 hat das russische Progress-Raumschiff die Bahnkorrekturen oder Ausweichmanöver der Station vor Weltraumschrott übernommen.

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Nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine und die darauf folgenden westlichen Sanktionen gegen Russland ist das Arrangement jedoch in Gefahr. Dmitri Rogosin, Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, drohte gleich nach Beginn des Krieges damit, Russland könne die ISS abstürzen lassen. Mit dem Cygnus-Manöver ist die Drohung wertlos.

Cygnus sind nicht wiederverwendbare Raumfrachter. Der erste flog 2013 zur ISS. Seither hat Northrop Grumman einiges verbessert, etwa das Frachtmodul vergrößert oder Cygnus mit leichteren und leistungsfähigeren Solarmodulen ausgestattet. Für das Boost-Manöver wurden zudem weitere Treibstofftanks angebaut.

Der Raumfrachter ist seit Februar an der ISS angedockt. Er hat rund fünf Tonnen an Ausrüstung und Vorräten zur Station gebracht und soll am 29. Juni abdocken. Cygnus wird mit Abfall der ISS beladen und bei Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, der voraussichtlich am 2. Juli stattfindet, verglühen.

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Sharra 29. Jun 2022 / Themenstart

Rogosin könnte die Vernichtung der ISS nicht mal durchsetzen, wenn die eigenen Leute ihn...

DeVille 29. Jun 2022 / Themenstart

Stammtischingenieure haben doch immer noch die besten Ideen. Zu dumm das die NASA keine...

DeVille 29. Jun 2022 / Themenstart

Sorry, aber da stimmt doch was nicht. Die USS Cygnus ist zusammen mit der USS Palomino...

bambusbjoern 29. Jun 2022 / Themenstart

Eigentlich sollte das ja Boeings Starliner leisten. Da Boeing es jedoch ums verrecken...

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