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Raumfahrt: US-Modul der ISS nach möglichem Gasaustritt geräumt

Die beiden US-Besatzungsmitglieder der ISS mussten ihr Modul räumen, weil möglicherweise giftiges Gas freigesetzt wurde. Der Gasaustritt ist noch nicht bestätigt. Die europäische Raumfahrtagentur Esa nimmt den Zwischenfall aber sehr ernst.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
ISS: Druckabfall, Gasaustritt und Feuer sind die größten Gefahren.
ISS: Druckabfall, Gasaustritt und Feuer sind die größten Gefahren. (Bild: Nasa)

Auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) ist mutmaßlich Ammoniak ausgetreten. Nach einem Druckabfall im Kühlsystem des US-Moduls wurde dieses geräumt und die Luke geschlossen. Die beiden US-Besatzungsmitglieder Barry Wilmore und Terry Virts verließen das Modul.

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Als möglichen Grund für den Druckabfall habe die in der Nähe von Moskau ansässige Flugleitzentrale einen Ammoniak-Austritt genannt, berichten russische Nachrichtenagenturen. Auf der ISS wird Ammoniak dazu eingesetzt, das elektrische System zu kühlen. Wilmore und Virts haben sich laut Flugleitzentrale in das russische Swesda-Modul begeben.

Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff

Ammoniak ist eine Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff. Das Gas ist farblos, giftig und riecht stechend. Es kann die Lunge, die Augen und Schleimhäute verätzen. In hoher Konzentration eingeatmet, ist Ammoniak lebensgefährlich.

Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) ist ein Austritt von Ammoniak noch nicht bestätigt. Die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) nehme den Zwischenfall jedoch sehr ernst, sagte Frank De Winne, Leiter des europäischen Astronautenzentrums und ehemaliges ISS-Besatzungsmitglied.

Astronauten üben für Notfälle

Es ist nicht der erste Unfall mit dem Gas: 2013 war es schon einmal zu einem Ammoniakaustritt gekommen. Neben einem Feuer und einem Druckabfall ist der Austritt von Ammoniak die größte Gefahr auf der ISS. Entsprechend werden die Astronauten auch auf solche Notfälle vorbereitet.

"Das wird im Training geübt", sagte Alexander Gerst der Nachrichtenagentur dpa. "Die Hälfte des Trainings ist Notfalltraining." Er hoffe, dass es keine größeren Schwierigkeiten auf der Station gebe. Gerst gehörte der vorherigen Besatzung der ISS an. Er lebte von Mai bis November 2014 auf der ISS. Für seine Verdienste hat ihm Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Nachtrag vom 14. Januar 2015, 17:45 Uhr

Der Alarm auf der ISS wurde wahrscheinlich nicht durch einen Gasaustritt ausgelöst. "Zu diesem Zeitpunkt glaubt das Team nicht, dass Ammoniak ausgetreten ist", sagte ISS-Manager Mike Suffredini bei einer Pressekonferenz. Ursache für den Fehlalarm könnten ein fehlerhafter Sensor oder ein Computerproblem sein, twittert die Nasa.

Die Besatzung soll aber im russischen Swesda-Modul bleiben, bis Klarheit herrscht.



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Anonymer Nutzer 14. Jan 2015

ja. bei der Überschrift dachte ich mir auch erst: "Der Furz muss ganz schee gstunka ham"

TheUnichi 14. Jan 2015

Wo? Ist "faktisch bewiesen", wenn du das denkst? Oder irgend ein 08/15 Blogger das...


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