Raumfahrt und Weltall: Im Erdorbit wird es immer voller - vor allem durch SpaceX
Laut Jalopnik(öffnet im neuen Fenster) hat die Raumfahrt ein exponentiell steigendes Problem mit Weltraumschrott. Dabei zählt der Meinungsblog allerdings auch zunächst funktionsfähige Satelliten als Müll, obwohl diese teilweise ein geplantes Ablaufdatum haben, nachdem sie wieder aus dem Orbit entfernt werden. Die Anzahl der unkontrollierten Objekte sowie die Gefahr einer Kollision steigt aber weiterhin stark an.
Zwischen den Jahren 2019 und der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2024 wurden 8.815 Objekte in den Orbit geschossen, in der gesamten Geschichte der Raumfahrt vor 2019 waren es 8.448 Objekte. Als Objekt wird dabei alles definiert, was keine geplante Rückkehr zur Erde hat. Dazu gehören Satelliten, Sonden, Lander und abgestoßene Baugruppen von Weltraumstationen und bemannten Raumschiffen.
Problematisch sind unkontrollierte Objekte, denn anders als Satelliten lassen sie sich nicht gezielt durch kontrolliertes Abbremsen und Verglühen in der Erdatmosphäre beseitigen. Das sorgt dafür, dass alle anderen Satelliten exakt positioniert sein und notfalls ihre Umlaufbahn ändern müssen, um nicht zu kollidieren. Angesichts der hohen Mengen an Satelliten in den letzten Jahren wird das zunehmend schwierig.
DIe USA sind für die meisten Gegenstände verantwortlich
Sollte es zu einem Zusammenstoß kommen, könnte das daraus entstehende Trümmerfeld zur Gefahr für alle anderen Satelliten sowie bemannte Missionen werden. Viele kleine Teile könnten dann umherschwirren und die Nutzung oder das Durchfliegen des Orbits im schlimmsten Fall fast unmöglich machen. Seit Jahren werden daher verschiedene Wege diskutiert, wie man unkontrollierte Objekte aus Umlaufbahnen entfernen kann.
Die USA sind für rund 80 Prozent aller im Weltraum vorhandenen Objekte verantwortlich, davon wurden wiederum rund 90 Prozent von SpaceX ins Weltall gebracht. Allein Starlink besteht aus 6.219 Satelliten, die nach ihrer geplanten Einsatzzeit von fünf Jahren aus dem Orbit entfernt werden sollen. Im Falle einiger defekter Satelliten hat SpaceX das bereits erfolgreich demonstriert. Durch immer mehr Satelliten steigt laut Experten aber das Risiko einer Kollision.
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