Abo
  • Services:

Raumfahrt: Übertragungslizenz fehlt - SpaceX bricht Live-Stream ab

Weil eine US-Behörde ihre Aufgabe plötzlich ernst nimmt, darf SpaceX nur noch eingeschränkt Bilder aus dem Weltall übertragen: Dafür brauchen private Raumfahrtunternehmen eine Lizenz der US-Behörde NOAA. Der sei bisher nicht aufgefallen, dass Raketen Bilder aus dem All übertrügen, sagte eine NOAA-Vertreterin.

Artikel veröffentlicht am ,
Start der Iridium-5-Mission: Machte der Start der Falcon Heavy die NOAA aufmerksam?
Start der Iridium-5-Mission: Machte der Start der Falcon Heavy die NOAA aufmerksam? (Bild: SpaceX)

Keine Bilder aus dem All: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat vor einer Woche keine Bilder aus dem Orbit schicken dürfen, weil es keine Erlaubnis der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hatte. Die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde vergibt Lizenzen für Übertragungen aus dem All.

Stellenmarkt
  1. SEG Automotive Germany GmbH über KÖNIGSTEINER AGENTUR, Stuttgart-Weilimdorf
  2. Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover

SpaceX hatte wie üblich den Start der Falcon-Rakete, die zehn Satelliten für den Telefonieanbieter Iridium ins All brachte, live übertragen. Doch nach neun Minuten brach die Übertragung ab. Ein Sprecher informierte die Zuschauer, dass der Stream aufgrund einer Bestimmung der NOAA beendet worden sei. Bisher stoppte SpaceX den Stream nur dann, wenn eine Falcon eine geheime Fracht ins All transportierte, die die nationale Sicherheit der USA tangierte, wie das unbemannte Raumfahrzeug X-37B oder zuletzt den Satelliten mit dem Decknamen Zuma.

Die NOAA beruft sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1992, nach dem private Raumfahrtunternehmen ein Lizenz brauchen, wenn sie Bilder der Erde aus dem All aufnehmen wollen. Das will die NOAA jetzt durchsetzen. Ausgenommen davon sind Raumflüge, die von der Regierung oder in deren Auftrag durchgeführt werden. SpaceX darf also die Versorgungsmissionen zur ISS übertragen.

SpaceX hätte zwar eine solche Lizenz für die Iridium-Mission beantragt, sagte Tahara Dawkins, Leiterin von Commercial Remote Sensing Regulatory Affairs (CRSRA), der zuständigen NOAA-Stelle, bei einer Anhörung. Doch der Antrag sei vier Tage vor dem Start bei der NOAA eingegangen. Die Behörde habe sich beeilt, den Antrag zu bearbeiten. Die Zeit habe aber nicht gereicht. Laut Gesetz hat die NOAA eine Bearbeitungszeit von 120 Tagen.

Dass die NOAA bisher nicht auf die Vergabe der Lizenzen bestand, begründete Dawkins mit Unkenntnis. Es sei ihnen nicht bewusst gewesen, dass bei Raumflügen Kameras an den Raketen im Einsatz gewesen seien. "Unsere Abteilung ist sehr klein, und es gibt vieles, was wir verpassen", sagte sie. "Die Unternehmen sind verpflichtet, wenn nötig wegen einer Lizenz zu uns zu kommen."

Es wurde schon darüber spekuliert, ob SpaceX mit dem spektakulären Start der Schwerlastrakete Falcon Heavy, die einen Tesla Roadster im Orbit aussetzte, die Aufmerksamkeit der NOAA auf sich gezogen hat.



Anzeige
Top-Angebote
  1. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten
  2. (u. a. Lost Planet: Extreme Condition für 2,29€ und On Rusty Trails für 2,49€)
  3. 131,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  4. 172,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

IT-Nerd-86 09. Apr 2018

Dann soll man das auch so kommunizieren und nicht so kommen von wegen "du musst uns um...

Captain 09. Apr 2018

Wohl eher weniger, Sicherheitsbedürfnisse triffts eher..

Captain 09. Apr 2018

Warum? Nur weil eine Behörde ein Auge darauf hat, was übertragen wird? Schon mal an...

tingelchen 09. Apr 2018

Ja, hätten die mal das Rundschreiben gelesen :D

AFUFO 08. Apr 2018

Haha der wahr gut.... die fragen noch wie viele aliens gibt es wie viele haben von denen...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Game Workers Unite: Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!
Game Workers Unite
Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!

Weniger Crunchtime, mehr Lunchtime: Die Gewerkschaft Game Workers Unite will gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Spielebranche vorgehen - auch in Deutschland.
Von Daniel Ziegener

  1. Spielebranche Neue Konsole unter dem Markennamen Intellivision geplant
  2. The Irregular Corporation PC Building Simulator verkauft sich bereits 100.000 mal
  3. Spielemarkt Download-Anteil bei Games steigt auf 42 Prozent

3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
3D-Druck on Demand
Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
Ein Praxistest von Achim Sawall


    BMW i3s im Test: Teure Rennpappe à la Karbonara
    BMW i3s im Test
    Teure Rennpappe à la Karbonara

    Mit dem neuen BMW i3s ist man zügig in der Stadt unterwegs. Zwar ist der Kleinwagen gut vernetzt, doch die Assistenzsysteme lassen immer noch zu wünschen übrig. Trotz des hohen Preises.
    Ein Praxistest von Friedhelm Greis

    1. R71-Seitenwagen BMW-Motorrad aus den 30er Jahren soll elektrifiziert werden
    2. SUV Concept iX3 zeigt BMWs elektrische Zukunft
    3. BMW Mini-Oldtimer mit E-Antrieb ausgerüstet

      •  /