Raumfahrt: Trump will bis 2024 Astronauten auf den Mond bringen
Die USA sollen zurück auf den Mond, und das schon recht bald. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat einen ehrgeizigen Zeitplan für die nächste Mondlandung vorgegeben: In fünf Jahren sollen US-Astronauten wieder auf dem Erdtrabanten landen. Trump hatte schon 2017 eine Rückkehr zum Mond angekündigt .
2024 solle die bemannte Mondmission starten, verkündete US-Vizepräsident Mike Pence(öffnet im neuen Fenster) beim Treffen des National Space Council im US Space & Rocket Center in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. "Die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond werden beide amerikanische Astronauten sein, gestartet mit amerikanischen Raketen, von amerikanischem Boden aus."
Mit dieser Rede von Pence eröffnet die US-Regierung einen neuen Wettlauf zum Mond. Gegner dieses Mal ist China. Das Land habe kürzlich ein Landefahrzeug auf der Rückseite des Mondes gelandet und wolle nun "zur weltweit führenden Raumfahrtnation werden" , sagte der US-Vizepräsident.

Damit bringt die Regierung die National Aeronautics And Space Administration (Nasa) gehörig in Zugzwang: Die US-Raumfahrtbehörde plante eine Mondlandung erst für das Jahr 2028. Das Ziel, in fünf Jahren auf dem Mond zu landen, nicht zu schaffen, sei aber keine Option, sagte Pence. "Wenn die Nasa jetzt nicht in der Lage ist, in fünf Jahren amerikanische Astronauten auf den Mond zu bringen, dann müssen wir die Organisation ändern, nicht die Mission."
Pence kritisierte die "bürokratische Trägheit" der Nasa, die beispielsweise die Entwicklung des Space Launch System (SLS) verzögere . Der Erstflug der Schwerlastrakete war einmal für 2017 geplant . Inzwischen ist von frühestens Ende 2021 die Rede.
Allerdings, so drohte Pence, ginge es zur Not auch ohne die Raumfahrtbehörde: "Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den kommenden fünf Jahren auf den Mond zu bringen, dann werden es eben kommerzielle Raketen sein."
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