Abo
  • Services:
Anzeige
Transformer: 1.200 Quadratmeter großer Spiegel am Kraterrand
Transformer: 1.200 Quadratmeter großer Spiegel am Kraterrand (Bild: Nasa)

Raumfahrt: Transformer sollen den Mond beleuchten

Transformer: 1.200 Quadratmeter großer Spiegel am Kraterrand
Transformer: 1.200 Quadratmeter großer Spiegel am Kraterrand (Bild: Nasa)

Hell und warm sollen es Rover haben, wenn sie auf fremden Himmelskörpern Krater und Höhlen erkunden. Dafür sollen Transformer sorgen: Sie leiten das Sonnenlicht in dunkle Ecken auf dem Mond oder dem Mars.

Anzeige

Eine Rückkehr der Menschen zum Mond gilt als sehr wahrscheinlich: Die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) hat sogar schon das Konzept einer 3D-gedruckten Mondbasis vorgestellt. Bevor Menschen zum Mond fliegen, werden aber vermutlich Roboter das Terrain vorbereiten. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat dazu ein Konzept vorgestellt.

  • Transformers sind Roboter mit großen Spiegeln, die Sonnenlicht in Krater ...  (Bild: Nasa)
  • ... oder Höhlen reflektieren. Das ermöglicht es, dort solargetriebene Rover einzusetzen. (Bild: Nasa)
  • Der Rover zieht den Transformer zum Einsatzort. (Bild: Nasa)
  • Dort wird der Spiegel entfaltet. (Bild: Nasa)
  • Der Spiegel kann auch um den Himmelskörper kreisen: 2018 soll Lunar Flashlight in einen Mondkrater leuchten. (Bild: Nasa)
Transformers sind Roboter mit großen Spiegeln, die Sonnenlicht in Krater ... (Bild: Nasa)

Ein Problem für Roboter in diesem Szenario ist: Wo bekommen sie die Energie her? Sonnenenergie ist praktisch, aber nicht immer verfügbar: Im Winter sind die Tage kurz, Wind weht Staub und Sand auf die Solarpanele, den Grund von Kratern oder in Höhlen erreicht kein Sonnenlicht.

Curiosity hat eine Radionuklidbatterie

Eine Möglichkeit ist, die Erkundungsroboter mit einer Radionuklidbatterie auszustatten, die die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie wandelt. Der Marsrover Curiosity hat eine solche Energiequelle. Sie ist aber unhandlich und teuer.

Die Nasa hat aber noch ein anderes Konzept: die Transformers. Sie sollen es solarangetriebenen Rovern ermöglichen, auch in dunkle Mondkrater oder -höhlen vorzudringen.

Spiegel reflektieren Licht in dunkle Krater

Die Transformers sind Roboter, die mit etwa 40 Meter großen Spiegeln ausgestattet sind. Sie sollen sich beispielsweise am Rand eines Kraters positionieren und das Sonnenlicht hineinreflektieren. Mehrere Transformer könnten auch eine Höhle so ausleuchten, so dass ein Rover diese erkunden könnte.

Der Transformer soll weniger als 100 Kilogramm wiegen und ein Volumen von etwa einem Kubikmeter haben. Das reicht, um einen 1.200 Quadratmeter großen Spiegel gefaltet unterzubringen. Der Rover zieht den Transformer wie einen Anhänger zum Krater. Dort wird der Spiegel entfaltet und nachgeführt, während der Rover sich auf den Weg zum Kratergrund macht. So wird der Roboter mit Licht versorgt und mit Wärme - am Grund eines Kraters, den die Sonne nicht erreicht, herrschen Temperaturen von minus 150 Grad und darunter.

Rover wird aus 10 Kilometern angeleuchtet

Mit einem 1.200 Quadratmeter großen Spiegel könne ein Transformer einen Rover über eine Entfernung von 10 Kilometern mit Licht versorgen, sagt die Nasa. Das auftreffende Licht reiche aus, dass die Solarmodule des Rovers etwa 300 Watt an elektrischer Energie liefern.

Der Transformer muss aber nicht auf dem Mond oder einem anderen Himmelskörper stationiert sein: Er kann sich auch in der Umlaufbahn befinden und das Licht von dort mit einem Spiegel auf die Oberfläche reflektieren.

Während die fahrenden Transformer sich noch im frühen Projektstadium befinden, gibt es für den Spiegel im Orbit schon einen konkreten Zeitplan: 2018 will die Nasa beim Erstflug der Trägerrakete Space Launch System (SLS) das Raumfahrzeug Lunar Flashlight ins All schießen. Es hat ein 80 Quadratmeter großes Sonnensegel. Das dient als Antrieb - wie das funktioniert hat unter anderem die Planetary Society kürzlich mit ihrem Projekt Lightsail gezeigt -, aber eben auch als Spiegel, der Sonnenlicht in einen Mondkrater reflektieren soll.


eye home zur Startseite
Peter(TOO) 17. Jul 2015

Auf dem Mond ist Wind kein Thema, ausser dem Sonnenwind. Allerdings hat man auch auf dem...

chefin 16. Jul 2015

definitiv ja, geh zurück nach Start, zieh keine 4000 Euro ein.

specialsymbol 15. Jul 2015

Das würde unsere Regierung auch bestimmt sofort fördern. Zumindest wenn nur Konzerne die...

TC 15. Jul 2015

Dann engagiert aber die Autobots. Decepticons öffnen dort nur wieder irgendsoein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Raum Berlin (Home-Office)
  2. ViaMedia AG, Stuttgart
  3. über Gfeller Consulting & Partner AG, Region Schaffhausen (Schweiz)
  4. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Dresden


Anzeige
Top-Angebote
  1. (50% Rabatt!)
  2. 219,00€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Gear VR 66,00€, Gear S3 277,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Quantenalgorithmen

    "Morgen könnte ein Physiker die Quantenmechanik widerlegen"

  2. Astra

    ZDF bleibt bis zum Jahr 2020 per Satellit in SD verfügbar

  3. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform

  4. Frühstart

    Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1

  5. Displayweek 2017

    Die Display-Welt wird rund und durchsichtig

  6. Autonomes Fahren

    Neues Verfahren beschleunigt Tests für autonome Autos

  7. Künstliche Intelligenz

    Alpha Go geht in Rente

  8. Security

    Telekom-Chef vergleicht Cyberangriffe mit Landminen

  9. Anga

    Kabelnetzbetreiber wollen schnelle Analogabschaltung

  10. Asus

    Das Zenbook Flip S ist 10,9 mm flach



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Matebook X und E im Hands on: Huawei kann auch Notebooks
Matebook X und E im Hands on
Huawei kann auch Notebooks
  1. Matebook X Huawei stellt erstes Notebook vor
  2. Trotz eigener Geräte Huawei-Chef sieht keinen Sinn in Smartwatches
  3. Huawei Matebook Erste Infos zu kommenden Huawei-Notebooks aufgetaucht

Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  1. Re: Widerlegung wäre schlecht?

    chefin | 15:21

  2. Re: Gibt es noch Menschen die Analog schauen

    jayrworthington | 15:20

  3. Re: Unzureichender Artikel

    oxybenzol | 15:19

  4. Re: E-Auto laden utopisch

    elf | 15:18

  5. Re: Männer umbringen ist besser...

    plutoniumsulfat | 15:18


  1. 14:21

  2. 13:56

  3. 12:54

  4. 12:41

  5. 11:58

  6. 11:25

  7. 10:51

  8. 10:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel