Raumfahrt: Toyota baut einen Rover für das japanische Mondprogramm

Nichts ist unmöglich für den größten Autohersteller der Welt, nicht einmal der Mond. Toyota entwickelt im Auftrag der japanischen Raumfahrtagentur Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) einen Mondrover, in dem Astronauten längere Erkundungsfahrten unternehmen sollen. In zehn Jahren soll der Rover auf den Mond fliegen.
Mit den offenen Lunar Roving Vehicles(öffnet im neuen Fenster) , den Mondautos, mit denen die Apollo-Astronauten über den Mond kurvten, hat der lunare Toyota wenig gemeinsam. Dieser Rover erinnert mehr an Fahrzeuge, die den Protagonisten in Science-Fiction-Filmen wie Der Marsianer(öffnet im neuen Fenster) oder Moon(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stehen.
Das Fahrzeug soll 6 m lang, 5,2 m breit und 3,8 m hoch werden. Der Innenraum ist 13 m³ groß. Darin sollen zwei, in Notfällen auch vier Astronauten Platz finden. Der Antrieb des sechsrädrigen Fahrzeugs ist elektrisch. Die Energie liefern Brennstoffzellen sowie ein Solarpaneel. Es ist an einer Seite des Fahrzeugs in einem Gehäuse untergebracht und kann ausgerollt werden.

Gedacht ist der Rover für lange Erkundungsfahrten, die bis zu 10.000 km betragen sollen. Die Astronauten werden also länger in dem Rover wohnen. Da er geschlossen ist und unter Druck steht, müssen sie darin keinen Raumanzug tragen. Sie brauchen das Fahrzeug nicht selbst zu steuern. Es soll autonom fahren.
"Bemannte Rover mit Druckkabinen sind wichtige Komponenten für die vollständige Erforschung und Nutzung der Mondoberfläche" , sagt Jaxa-Direktor Hiroshi Yamakawa(öffnet im neuen Fenster) . Die Jaxa wolle auf die technischen Fertigkeiten in Japan zugreifen und entsprechende Studien durchführen. Die Jaxa will den Rover 2029 auf den Mond bringen.



