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Raumfahrt: Südkoreas Raumfahrtagentur Kasa will zum Mars fliegen

Die neugegründete Raumfahrtagentur Kasa hat ihre Ziele bekanntgegeben. Neben einem Satellitennavigationssystem plant sie Flüge zum Mond und zum Mars .
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung der südkoreanischen Raumsonde Danuri: 2032 will die Kasa auf dem Mond landen. (Bild: Korea Aerospace Research Institute)
Künstlerische Darstellung der südkoreanischen Raumsonde Danuri: 2032 will die Kasa auf dem Mond landen. Bild: Korea Aerospace Research Institute

Südkorea hat ehrgeizige Ziele in der Raumfahrt. Das hat die erst kürzlich gegründete Raumfahrtagentur des Landes auf einer Konferenz bekanntgegeben.

Die Korea Aerospace Administration (Kasa) nahm Ende Mai ihre Arbeit auf. Zwar gab es zuvor schon Weltraumaktivitäten in verschiedenen Forschungseinrichtungen, aber noch keine Behörde für zivile Raumfahrtakt. Diese Aufgabe werde die Kasa übernehmen, berichtet das auf Raumfahrtthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Spacenews(öffnet im neuen Fenster) .

Bei der Versammlung des Committee on Space Research (Cospar), dem globalen Dachverband für wissenschaftliche Aktivitäten in der Weltraumforschung, konkretisierte die Kasa ihre Aufgabenfelder: Sie werde sich mit den Bereichen Raumtransport, Satelliten, Weltraumforschung sowie Luftfahrt befassen, kündigte Kasa-Direktor Youngbin Yoon an.

Die Kasa entwickelt die Trägerrakete KSLV weiter

So wird die Kasa die südkoreanische Trägerrakete, das Korea Space Launch Vehicle(öffnet im neuen Fenster) weiterentwickeln und dabei auch in Technologien für die Wiederverwendbarkeit investieren. Im Bereich der Satellitentechnik will die Raumfahrtagentur einen Satelliten entwickeln, der extrem hochauflösende Bilder aufnehmen kann, sowie ein System für optische Kommunikation. Zudem soll ein regionales Navigationssystem aufgebaut werden.

Schließlich plant die Agentur Flüge zu anderen Himmelskörpern: Im Jahr 2032 will sie ein Landefahrzeug auf den Mond bringen. 2045 soll dann ein Fahrzeug auf dem Mars landen. Schließlich will sie ein Raumfahrzeug am Lagrange-Punkt L4 positionieren, der bisher noch nicht für wissenschaftliche Missionen vorgeschlagen wurde.

Auch ohne Raumfahrtagentur betrieb Südkorea zuvor bereits Weltraumforschung: Im August 2022 brachte eine Falcon-9-Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX den Korean Pathfinder Lunar Orbiter (KPLO), auch Danuri genannt, ins All . Die Raumsonde flog dann zum Mond, den sie seit Anfang 2023 umkreist.

Die Gründung der Kasa sei durch ein neues Gesetz ermöglicht worden, das Anfang des Jahres vom Parlament beschlossen worden sei, berichtet die Tageszeitung The Korea Times(öffnet im neuen Fenster) . Die Agentur ist noch sehr klein: Sie hat derzeit rund 110 Mitarbeiter, knapp 300 sollen es werden. Das Budget beträgt umgerechnet rund 510 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat mehr als 18.000 Beschäftigte und verfügt über ein Budget von umgerechnet etwa 25 Milliarden Euro.


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