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Raumfahrt: Stratolaunch hebt wohl vorerst nicht mehr ab

Nach dem ersten erfolgreichen Flug konnte Stratolaunch keine Aufträge für das Trägerflugzeug erhalten. Mittlerweile plant das Unternehmen laut internen Quellen, die Operation einzustellen und erwägt Strategien, aus dem Geschäft auszusteigen. Der Flieger bleibt dafür im Hangar.
/ Oliver Nickel
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Stratolaunch ist erfolgreich gelandet. (Bild: Stratolaunch)
Stratolaunch ist erfolgreich gelandet. Bild: Stratolaunch

Das Trägerflugzeug Stratolaunch wird wahrscheinlich kein zweites Mal abheben. Obwohl das vom verstorbenen Microsoft-Gründer Paul Allen gegründete gleichnamige Unternehmen einen ersten Testflug erfolgreich durchführen konnte, gibt es für das System keine Aufträge. Laut dem Nachrichtendienst Reuters(öffnet im neuen Fenster) und dessen internen Quellen denke der Besitzer von Stratolaunch, Allens Investmentunternehmen Vulcan Inc., über einen Verkauf der Firmengegenstände nach, darunter wohl auch das Flugzeug und einige andere geplante Projekte.

Ein Sprecher des Unternehmens hat dies nicht kommentiert und stattdessen gesagt: "Stratolaunch bleibt in Betrieb." Das Problem: Momentan fehlen die Aufträge für das Trägersystem, das ursprünglich Satelliten und in Zukunft sogar Menschen in den Weltraum befördern sollte. Auch 250 Tonnen schwere Raketen und Raumschiffe hätte das System transportieren können.

Die Konkurrenz ist wohl weiter

An anderer Stelle entwickelt Konkurrent Virgin Galactic ebenfalls ein Trägerflugzeug auf Basis einer modifizierten Boeing 747, welches wohl wesentlich näher an einem praktischen Einsatz ist als das von Grund auf neu gebaute Stratolaunch. Das Flugzeug konnte beim ersten Testflug eine Höhe von 17.000 Fuß und eine Geschwindigkeit von 300 km/h erreichen. Zum Vergleich: Reiseflugzeuge fliegen normalerweise auf etwa 30.000 Fuß, der obere Rand der Stratosphäre liegt bei 160.000 Fuß.

Stratolaunch Jungfernflug
Stratolaunch Jungfernflug (00:58)

Ein Verkauf von Stratolaunch an einen anderen Investor muss nicht unbedingt das Ende für das Flugzeug bedeuten, allerdings dürfte es dann wohl einige Zeit nicht mehr fliegen. Das Projekt war ein Teil von Paul Allens Traum, einmal ein Astronaut zu sein. Nach seinem Tod hatte sich laut Reuters im Jahr 2018 seine Schwester Jody entschlossen, aus dem Geschäft auszusteigen.


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