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Raumfahrt: SpaceX und Orbital bauen Triebwerke für das US-Militär

Nach der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland will das US-Militär ohne russische Raketentriebwerke auskommen. Das bedeutet Aufträge für US-Raumfahrtunternehmen.
/ Werner Pluta
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Start einer Falcon 9 (am 8. Oktober 2012): US-Militär stellt bis zu 240 Millionen US-Dollar bereit. (Bild: Nasa)
Start einer Falcon 9 (am 8. Oktober 2012): US-Militär stellt bis zu 240 Millionen US-Dollar bereit. Bild: Nasa

US-Triebwerke für US-Raketen: Die Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies(öffnet im neuen Fenster) (SpaceX) und Orbital ATK(öffnet im neuen Fenster) werden Raketentriebwerke für die US-Luftwaffe entwickeln. Derzeit schießt das US-Militär seine Satelliten mit russischen Raketentriebwerken ins All.

Bis zu 240 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) stellt das US-Verteidigungsministerium für die Entwicklung der Raketentriebwerke zur Verfügung. Orbital ATK erhält zunächst knapp 47 Millionen US-Dollar, mit der Option auf 180 Millionen US-Dollar. SpaceX bekommt rund 33,6 Millionen US-Dollar, es können 61 Millionen US-Dollar werden. Beide Vereinbarungen sind Teil des Evolved-Expendable-Launch-Vehicle-Programms(öffnet im neuen Fenster) (EELV).

Orbital baut Komponenten für Blue Origin

Orbital ATK soll bis Ende 2019 drei Antriebssysteme entwickeln: den GEM 63XL(öffnet im neuen Fenster) , einen Feststoff-Booster, der als Zusatztriebwerk an einer Trägerrakete angebracht wird, und den Feststoffraketenmotor Common Booster Segment (CBS). Außerdem soll Orbital ATK eine Komponente für das Raketentriebwerk BE-3U entwickeln. Das wird von Blue Origin(öffnet im neuen Fenster) , dem Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, gebaut.

SpaceX hingegen wird einen Prototyp des Raptor-Triebwerks bauen. Raptor ist gedacht für die Oberstufe der SpaceX-Trägerraketen Falcon 9 und Falcon Heavy. Das Triebwerk soll spätestens Ende Dezember 2018 fertig sein.

Derzeit schießt das US-Militär seine Satelliten mit der Atlas-V-Trägerrakete(öffnet im neuen Fenster) von United Launch Alliance (ULA) ins All. Die Rakete fliegt mit den russischen RD-180-Triebwerken(öffnet im neuen Fenster) . Da sich die politischen Beziehungen zwischen den USA und Russland in letzter Zeit verschlechtert haben, will die US-Regierung von russischen Produkten unabhängig sein.


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