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Raumfahrt: SpaceX testet wiederverwendbare Rakete

Spannung gleich am Anfang des Jahres: Die Raumfähre Dragon soll von einer wiederverwendbaren Rakete ins All transportiert werden. Das Manöver ist komplex und das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX verhalten optimistisch. Erst einmal musste der Start jedoch verschoben werden.

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Autonomous Spaceport Drone Ship: Landung auf einer kleinen, schwankenden Plattform
Autonomous Spaceport Drone Ship: Landung auf einer kleinen, schwankenden Plattform (Bild: SpaceX)

Das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) macht den nächsten Schritt hin zur wiederverwendbaren Rakete: Beim nächsten Flug der Raumfähre Dragon zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) soll die erste Stufe der Trägerrakete Falcon 9 zur Erde zurückkehren und landen. Der Start ist für den 9. Januar 2015 geplant.

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Dass die Dragon zur ISS fliegt, ist inzwischen schon fast Routine. Das Besondere an der CRS-5-Mission ist, dass SpaceX die erste Stufe der Trägerrakete nach dem Ausbrennen nicht wie bisher ins Meer stürzen lassen will. Stattdessen soll die erste Stufe kontrolliert absteigen und auf einem kleinen Schwimmponton landen. Commercial Resupply Services (CRS) nennt die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) die Versorgungsflüge zur ISS, die private Unternehmen durchführen.

Vier Flügel stabilisieren die Rakete

Im Frühjahr 2014 hatte SpaceX erstmals die wiederverwendbare Version der Rakete, Falcon 9 Reusable (F9R) genannt, getestet. Im Herbst bekam die F9R vier Flügel, die die Rakete stabilisieren sollen. Es sind vier Gitter, die beim Abstieg rechtwinklig ausgeklappt werden. Jeder Flügel kann individuell angesteuert werden. So soll die Rakete ausbalanciert werden, während sie, gebremst von ihren gezündeten Triebwerken, zur Erde sinkt.

Autonomous Spaceport Drone Ship heißt die schwimmende Landeplattform. Der Landeplatz ist etwas über 91 x 30 Meter groß - er kann auf knapp 52 Meter verbreitert werden. Sehr viel Platz hat die Rakete darauf nicht: Ihre Beine haben eine Standbreite von rund 21 Metern. Sie ist nicht verankert, sondern schwimmt frei im Atlantik. Mehrere starke Triebwerke sorgen dafür, dass sie ihre Position hält.

SpaceX sieht 50-Prozent-Chance

Die Rakete steigt also aus 80 Kilometern Höhe ab und soll dann auf einer kleinen, schwankenden Plattform landen. SpaceX selbst ist skeptisch, ob das gelingen wird: "Die Erfolgschancen sind nicht groß, bestenfalls vielleicht 50 Prozent", erklärte das Unternehmen im Dezember 2014 zur Vorstellung des Konzepts.

SpaceX-Chef Elon Musk hofft, dass durch die Wiederverwendung der ersten Falcon-9-Raketenstufe die Raumfahrt effizienter und günstiger wird: Es muss nicht für jeden Start eine neue Antriebsstufe gebaut werden. Sie wird einfach betankt und kann wieder eingesetzt werden. Die Nasa hingegen hat mit dem Ende der Spaceshuttles das Konzept der wiederverwendbaren Raumfahrzeuge wieder aufgegeben.

Nachtrag vom 6. Januar 2015, 14:20 Uhr

Das Start der Dragon ist verschoben worden. Die Raumfähre sollte am 6. Januar um 12:20 Uhr unserer Zeit vom Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus zur ISS fliegen.

Der Countdown wurde knapp anderthalb Minuten vor dem Start zunächst unterbrochen. Dann wurde der Start abgesagt. Grund war ein Problem mit einem Teil an einem der Raketentriebwerke.

Das nächste Startfenster ist laut Nasa am 9. Januar um 11:09 Uhr unserer Zeit.



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Ovaron 06. Jan 2015

Nur das Du dummerweise dann doch wieder das Problem mit dem aggressiven Meerwassser hast...

AndyMt 05. Jan 2015

Die gezielte "sanfte" Landung hat man tatsächlich schon 3x getestet. Beim ersten mal...


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