Abo
  • Services:

Raumfahrt: SpaceX stellt wiederverwendbare Raumfähre Dragon V2 vor

2016 soll sie einsatzbereit sein: SpaceX hat die Raumfähre Dragon V2 für bemannte Flüge zur ISS vorgestellt. Sie soll von Triebwerken gebremst absteigen und landen. Dadurch sei sie schneller wieder einsatzbereit, sagte SpaceX-Chef Elon Musk. Außerdem soll die Raumfahrt so deutlich günstiger werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Dragon V2 (bei der Vorstellung am 29. Mai 2014): "So sollte ein Raumschiff im 21. Jahrhundert landen."
Dragon V2 (bei der Vorstellung am 29. Mai 2014): "So sollte ein Raumschiff im 21. Jahrhundert landen." (Bild: SpaceX)

Das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) hat eine neue Version der Raumfähre Dragon vorgestellt. Elon Musk, Gründer und Chef des Unternehmens, hat sie am Donnerstagabend (Ortszeit, Freitag morgen 4 Uhr unserer Zeit) im Unternehmenssitz in Hawthorne im US-Bundesstaat Kalifornien vorgestellt.

Stellenmarkt
  1. Stadt Waldkirch, Waldkirch
  2. State Street Bank International GmbH, München

Dragon V2 ist für bemannte Transporte zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) gedacht. Bislang ist die Dragon nur unbemannt zur ISS geflogen, zuletzt im April dieses Jahres. Der erste bemannte Flug kann laut SpaceX im Jahr 2016 stattfinden.

Platz für sieben Insassen

In der Dragon V2 haben sieben Astronauten Platz. Sie kann entweder wie ihre Vorgängerin autonom oder von Hand gesteuert an die ISS andocken. Dazu kann über den Sitzen von Pilot und Kopilot ein Display heruntergeklappt werden, auf dem alle Daten angezeigt werden. Geflogen wird das Raumschiff mit einer Art Joystick. Hinzu kommen richtige Knöpfe für alle lebenswichtigen Funktionen der Raumfähre. Auch beim autonomen Andocken müsse sie nicht mehr von dem Roboterarm Canadarm eingefangen werden, erklärte Musk.

  • SpaceX hat die Raumfähre Dragon V2 am 29. Mai 2014 vorgestellt. (Foto: SpaceX)
  • Sie ist für bemannte Flüge zur ISS gedacht. (Foto: SpaceX)
  • Blick in den Raumtransporter,in dem sieben Astronauten Platz haben. (Foto: SpaceX)
  • So stellt sich SpaceX die Landung vor. (Screenshot: SpaceX/Golem.de)
SpaceX hat die Raumfähre Dragon V2 am 29. Mai 2014 vorgestellt. (Foto: SpaceX)

Anders als der Vorgänger soll Dragon V2 nicht an einem Fallschirm zur Erde zurücksegeln und dann im Meer wassern. Die Raumfähre könne kontrolliert absteigen und "überall auf der Erde mit der Präzision eines Helikopters landen", sagte Musk bei der Vorstellung. "So sollte ein Raumschiff im 21. Jahrhundert landen."

Gedruckte Triebwerke

Das Raumfahrzeug hat vier Raketentriebwerke, die es bremsen und sicher landen sollen. Diese Super Draco genannten Triebwerke seien die wichtigste Neuerung an der Dragon V2, erklärte Musk: Sie produzieren einen Schub von über 71.100 Newton und sind jeweils als Paar angeordnet, was einen Ersatz bei einem Ausfall sichern soll. Die Brennkammern der Triebwerke sind mit einem 3D-Drucker im Direct-Metal-Laser-Sintering-Verfahren aufgebaut.

Aus Sicherheitsgründen werde sie aber Fallschirme an Bord haben, sagte Musk. Beim Abstieg werde das Antriebssystem geprüft. Sollten dabei irgendwelche Anomalien festgestellt werden, würden die Fallschirme geöffnet. Sei alles normal, werde angetrieben gelandet. Dabei könnten zwei der vier Triebwerke ausfallen, und Dragon V2 könne dennoch sicher zur Erde zurückkehren.

Schnell wieder einsatzbereit

Vorteil dieser Form der Landung sie nicht nur, dass die Dragon an jedem beliebigen Ort auf der Erde aufsetzen könne. Sie könne zudem sehr schnell wiederverwendet werden, erklärte Musk: Sie müsse lediglich neu betankt werden und sei einsatzbereit.

"Solange wir weiterhin Raketen und Raumschiffe wegwerfen, werden wir nie echten Zugang zum Weltraum haben. Es wird immer unglaublich teuer sein", sagte Musk. Würden Flugzeuge nur einmal benutzt, könne sich praktisch niemand leisten zu fliegen. "Dasselbe gilt auch für Raketen und Raumschiffe."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€

hans12 02. Jun 2014

Die Falcon 9 Rakete hat tatsächlich nur 2 Stufen und je nach Einsatzzweck oben drauf...

bernstein 02. Jun 2014

Informier dich erst bevor du rumnörgelst. Das Teil wird mit ner Falcon 9-R in Himmel...

munk86 31. Mai 2014

die dragon v1 (unbemannt) hat schon heute genug treibstoff an board um das zu machen...

hans12 30. Mai 2014

Ja, genau das ist das Langzeitziel von Elon Musk: Landung auf dem Mars. Da die Luft dort...

oliver.n.h 30. Mai 2014

Mal abgesehen sieht sich die Nasa haute operativ dazu verpflichtet nur die Sachen selbst...


Folgen Sie uns
       


Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test

Im analogen Zeitalter waren Mittelformatkameras meist recht klobige Geräte, die vor allem Profis Vorteile boten. Einige davon sind im Zeitalter der Digitalfotografie obsolet. In Sachen Bildqualität sind Mittelformatkameras aber immer noch ganz weit vorn, wie wir beim Test der Fujifilm GFX 50S und Hasselblad X1D herausgefunden haben.

Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test Video aufrufen
32-Kern-CPU: Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
32-Kern-CPU
Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser

Auch wenn AMDs neuer Threadripper 2990WX mit 32 CPU-Kernen sich definitiv nicht primär an Spieler richtet, taugt er für Games. Kombiniert mit einer Geforce-Grafikkarte bricht die Bildrate allerdings teils massiv ein, mit einem Radeon-Modell hingegen nur sehr selten.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  2. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole
  3. Hygon Dhyana China baut CPUs mit AMDs Zen-Technik

OLKB Planck im Test: Winzig, gerade, programmierbar - gut!
OLKB Planck im Test
Winzig, gerade, programmierbar - gut!

Wem 60-Prozent-Tastaturen wie die Vortex Poker 3 noch zu groß sind, der kann es mal mit 40 Prozent versuchen: Mit der voll programmierbaren Planck müssen wir anders als erwartet keine Abstriche machen - aber eine Umgewöhnung und die Einarbeitung in die Programmierung sind erforderlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Kailh KS-Switch im Test Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
  3. Apple-Patentantrag Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990X AMDs 32-Kerner soll mit 4,2 GHz laufen
  2. AMD Threadripper v2 mit 32 Kernen erscheint im Sommer 2018
  3. Raven Ridge AMDs Athlon kehrt zurück

    •  /