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Raumfahrt: SpaceX darf Nasas Wissenschaftsmissionen fliegen

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat der Trägerrakete Falcon 9 die zweithöchste Sicherheitszertifizierung erteilt. Damit darf das Raumfahrtunternehmen SpaceX fast alle Nutzlasten der Nasa ins All transportieren.
/ Werner Pluta
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Start einer Falcon 9v1.1 (Symbolbild): Zertifizierung der Kategorie 2 (Bild: SpaceX)
Start einer Falcon 9v1.1 (Symbolbild): Zertifizierung der Kategorie 2 Bild: SpaceX

Die Rakete Falcon 9 darf fast alles: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat der Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens Space Exploration Technologies(öffnet im neuen Fenster) (SpaceX) eine weitere Zertifizierung erteilt. SpaceX darf bis aus wenige Ausnahmen alle Nutzlasten der Nasa ins All transportieren.

Start der Trägerrakete Falcon 9v1.1 – SpaceX
Start der Trägerrakete Falcon 9v1.1 – SpaceX (06:00)

Das Launch Services Program(öffnet im neuen Fenster) (LSP) der Nasa habe die Falcon 9 für die Kategorie 2 freigegeben, berichtet das US-Nachrichtenangebot Spaceflightnow.com(öffnet im neuen Fenster) . Damit darf SpaceX alle Nasa-Missionen mit mittlerem Risiko durchführen.

SpaceX transportiert Satelliten zur Meeresbeobachtung

Dazu gehören die meisten wissenschaftlichen Missionen der Nasa, darunter viele Erdbeobachtungssatelliten und auch Sonden, die zu anderen Planeten fliegen sollen. Der erste Start unter der neuen Zertifizierung ist Jason-3(öffnet im neuen Fenster) .

Der Satellit soll zur Meeresbeobachtung eingesetzt werden und ist eine Kooperation der Nasa mit der französischen Raumfahrtagentur Centre National d'Etudes Spatiales(öffnet im neuen Fenster) . Der Start ist für den 22. Juli vom US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg im US-Bundesstaat Kalifornien geplant. Es ist das zweite Mal, dass SpaceX von Vandenberg aus startet .

Kategorie 3 für die teuersten Missionen

Ausgenommen sind lediglich die teuersten Raumfahrzeuge. Für deren Transport bedarf es einer Freigabe der Kategorie 3. Die haben die Atlas V(öffnet im neuen Fenster) und Delta II(öffnet im neuen Fenster) von United Launch Alliance(öffnet im neuen Fenster) sowie die Pegasus XL(öffnet im neuen Fenster) von Orbital ATK(öffnet im neuen Fenster) (ehemals: Orbital Sciences), die von einem Flugzeug aus startet.

SpaceX und Nasa hatten die Zertifizierung 2012 vereinbart, als SpaceX sich für das Jason-Projekt bewarb. Geplant war, Jason mit der ursprünglichen Version der Falcon ins All zu schießen. Zwischenzeitlich hatte SpaceX die Rakete aber weiterentwickelt – die Falcon 9v1.1(öffnet im neuen Fenster) hat unter anderem neue Triebwerke. Durch die Modifikation verzögerte sich die Zertifizierung durch das LSP.


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