Raumfahrt: SNC stellt Aufblas-Habitat für künftige Raumstationen vor

An einer Raumstation soll das Modul möglichst groß sein, aber beim Transport ins All nur wenig Platz wegnehmen. Das US-Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation hat ein Habitat entwickelt, das ein Drittel des Volumens der ISS hat, aber trotzdem in eine Rakete passt.

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Künstlerische Darstellung einer Raumstation mit Life-Modul: Habitat mit drei Stockwerken
Künstlerische Darstellung einer Raumstation mit Life-Modul: Habitat mit drei Stockwerken (Bild: SNC)

Wohnen im All: Das US-Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) hat ein aufblasbares Wohnmodul für Astronauten vorgestellt. Es soll Teil der Raumstation werden, die die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) im Mondorbit stationieren will.

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Das Large Inflatable Fabric Environment (Life) ist ein aufblasbares Modul, das für den Transport ins All so zusammengelegt werden kann, dass es in eine 5,4 m große Nutzlastverkleidung passt, wie sie auf diversen Trägerraketen eingesetzt wird. Zu voller Größe entfaltet ist Life 8 Meter lang und hat einen Durchmesser von 8 Metern. Das ergibt ein mit Druck beaufschlagtes Volumen von 300 Kubikmetern, etwa ein Drittel des unter Druck stehenden Volumens der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS).

Das Modul hat drei Stockwerke: Das untere ist als Vorratsraum gedacht, in dem Nahrungsmittel und Ausrüstung gelagert werden. Das mittlere Stockwerk beherbergt das Labor sowie mehrere Gewächshausmodule, die die Besatzung mit frischem Gemüse versorgen. Das obere Geschoss schließlich ist der Wohnraum für die Astronauten. Dort werden sie schlafen und essen.

Bei der Entwicklung hat SNC nach eigenen Angaben vom Dream Chaser profitiert. Das ist ein Minishuttle, das SNC ebenfalls im Auftrag der Nasa baut. Es soll künftig für Versorgungsflüge zur ISS eingesetzt werden.

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Ganz neu ist die Idee mit dem aufblasbaren Modul nicht: Das US-Raumfahrtunternehmen Bigelow Aerospace hat schon vor einigen Jahren das Bigelow Expandable Activity Module vorgestellt. Seit 2016 ist ein solches Modul Teil der ISS.

Life könnte beispielsweise Teil der neuen Raumstation Deep Space Gateway werden, die als Zwischenstation auf dem Weg zum Mond oder zum Mars dienen soll. Die Komponenten dafür sollen nach einem im Mai veröffentlichten Zeitplan 2022 und 2023 ins All gebracht werden.

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