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Lieber eine Rakete im Orbit als 800 Triebwerke aus der Fabrik

Skyroot Aerospace wurde im Jahr 2018 von zwei früheren Mitarbeitern der indischen Raumfahrtorganisation ISRO gegründet und startete die erste suborbitale Rakete im Jahr 2022. Die Technologie stammt offensichtlich von der ISRO, deren PSLV- und GSLV-Raketen ebenso Feststoff- und Hydrazintriebwerke nutzen. Inzwischen hat die Firma rund 1.000 Mitarbeiter und zwei Jahre länger von der Firmengründung bis zum ersten Satelliten im Orbit gebraucht, als die 2002 gegründete Firma SpaceX.

Deren Falcon 1 startete erstmals im Jahr 2006 mit einem Merlin-Triebwerk. Es basierte auf der Arbeit am Fastrack-Triebwerk(öffnet im neuen Fenster) im Auftrag der Nasa, 2008 wurde erstmals erfolgreich einen Satelliten ausgesetzt. Im Jahr 2010 flog die erste Falcon 9, 2013 die erste vergrößerte Falcon 9 v1.1, deren erste erfolgreiche Landung im Jahr 2015 stattfand.

Die Firma übersprang die Entwicklung der Falcon 1e und Falcon 5, weil sie wegen fehlender Marktnachfrage für kleine Satelliten in Folge der Wirtschaftskrise von 2008 keinen Nutzen gehabt hätten.

Im Gegensatz dazu begann die Entwicklung des aktuellen Raptor-Triebwerks 2014 und wurde seit 2016 von der Airforce (heute Spaceforce) unterstützt. SpaceX zeigte 2019 und 2020 die ersten Flüge von Raketenstufen in voller Missionslänge.

In den vergangenen zwölf Jahren wurden über 800 Raptor-Triebwerke gebaut, aber keine einzige voll funktionstüchtige Rakete. Seit 2023 werden deshalb ersatzweise verkleinerte Starlink-2-Mini-Satelliten mit der Falcon 9 gestartet, weil SpaceX keine bessere Rakete zur Verfügung steht. Die vertraglich für 2024 zugesicherten Mondmissionen konnten ebenfalls nicht durchgeführt werden.

Skyroot ist schneller als deutsche Firmen

Bemerkenswert ist auch, dass die indische Firma schneller den Orbit erreicht hat, als die im selben Jahr gegründeten deutschen Firmen Isar Aerospace und Rocketfactory Augsburg. Die versprachen, ihre ersten orbitalen Flüge schon in den Jahren 2022 und 2023 durchzuführen, als Skyroot die Technik zunächst mit einem suborbitalen Testflug erprobte.

Mit der ergebnisorientierten stufenweisen Entwicklung der Vikram-Rakete, basierend auf etablierter Technologie, verfolgt Skyroot Aerospace ein erfolgversprechendes Entwicklungsprogramm. Damit wird das Unternehmen auf dem Markt zum Start kleiner Satelliten konkurrieren, der mit der reduzierten Startfrequenz der Falcon 9 von SpaceX inzwischen – in Erwartung des Starships – immer weniger bedient wird.


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