• IT-Karriere:
  • Services:

Raumfahrt: Science-Fiction-Technik für die Marskolonisierung

Natürlich lesen Nasa-Techniker Science-Fiction-Bücher: Die seien eine wichtige Inspirationsquelle, sagt Pete Worden, Leiter des Ames-Forschungszentrums. Er selbst träumt von Reisen zu fernen Welten. Aber erst einmal geht es zum Mond und zu Asteroiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Ames-Direktor Pete Worden (im Juni 2013): Planeten mit intelligentem Leben
Ames-Direktor Pete Worden (im Juni 2013): Planeten mit intelligentem Leben (Bild: David Paul Morris/Bloomberg via Getty Images)

Am 6. September 2013 um 11:27 Uhr Ortszeit (5:27 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am 7. September 2013) schießt die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) eine neue Sonde ins All. Ziel der Mission ist der Mond.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg
  2. Bundeskriminalamt, Meckenheim

Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer (Ladee) heißt die Mission. Die Sonde werde die sehr dünne Atmosphäre des Mondes untersuchen, um später feststellen zu können, wie diese sich durch den Menschen verändere, erklärt Pete Worden im Interview mit dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. "Es ist auch ein günstiger, modularer Forschungssatellit, der als Prüfstand für künftige billige Raumfahrtmissionen dient."

Software für Mondroboter

Worden ist Leiter des Nasa-Forschungszentrums Ames in Moffett Field im US-Bundesstaat Kalifornien, wo die Sonde entworfen wurde. Dort werde in erster Linie Entwicklung betrieben, berichtet Worden, etwa von Autonomie-Software für Roboter, die zum Mond fliegen sollen.

Die Nasa-Wissenschaftler arbeiteten auch mit Unternehmen aus dem Silicon Valley zusammen. "Wir haben ein Labor namens Space Shop eingerichtet. Wenn jemand eine gute Idee hat, können sie dort schnell einen Prototyp bauen." Ein Beispiel für so eine Kooperation sei etwa Made in Space: Das Unternehmen hat einen 3D-Drucker entwickelt, der 2014 zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt wird.

Sauberer Strom auf der Erde statt auf dem Mars

Allerdings sei auch schon Technik, die am Ames entwickelt wurde, wirtschaftlich genutzt worden - etwa eine Brennstoffzelle, die in den 1990er Jahren für eine Marsmission entwickelt wurde. Die Mission wurde wegen zu hoher Kosten abgesagt. Ames-Wissenschaftler hätten die Brennstoffzelle für den Einsatz auf der Erde angepasst. Dann sei das Unternehmen Bloom Energy ausgegründet worden, das das System heute vermarkte.

Gefragt, ob Science-Fiction eine Inspirationsquelle für die Arbeit der Ames-Mitarbeiter sei, antwortete Worden: "Es gibt hier fast so etwas wie einen Spezialgruß unter den Technikern, die eine Menge Science-Fiction gelesen haben. Sie lässt einen träumen: Wie können wir diese Technik Realität werden lassen? Wie können wir eine bessere Zukunft schaffen?" Jeder, der Science-Fiction-Bücher lese, wisse, dass die dort beschriebene Technik, etwa Tricorder, für die Kolonisierung des Mars' benötigt werde.

Fremde Welten

Er persönlich beziehe seine Inspiration aus der Vorstellung, dass es dort draußen irgendwo Planeten mit intelligentem Leben gebe. Lange hätten die Forscher diese Welten nicht sehen können. "Jetzt fangen wir an, Planeten wie die Erde zu finden. Ich träume davon, diese Welten zu besuchen", schwärmte der Ames-Leiter.

Die nächste "coole Mission", an der Worden und seine Kollegen arbeiten, geht übrigens zu einem Asteroiden. Die Nasa will ausprobieren, wie diese sich aus der Bahn bringen lassen, damit sie nicht mit der Erde kollidieren. "Es gibt nichts Cooleres", sagt Worden und verweist auf ein Zitat des US-Wissenschaftlers Carl Sagan, der einmal erklärte, die Dinosaurier wären der Ausrottung entgangen, wenn sie ein Weltraumprogramm gehabt hätten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

Folgen Sie uns
       


Apple TV Plus ausprobiert

Wir haben uns Apple TV+ auf einem Apple TV angeschaut. Apples eigener Abostreamingdienst lässt viele Komfortfunktionen vermissen.

Apple TV Plus ausprobiert Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
Weltraumsimulation
Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

Galaxy Fold im Test: Falt-Smartphone mit falschem Format
Galaxy Fold im Test
Falt-Smartphone mit falschem Format

Samsung hat bei seinem faltbaren Smartphone nicht nur mit der Technik, sondern auch mit einem misslungenen Marktstart auf sich aufmerksam gemacht. Die zweite Version ist deutlich besser geglückt und aufregend in ihrer Neuartigkeit. Nur: Wozu braucht man das Gerät?
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Faltbares Smartphone Samsung verkauft eine Million Galaxy Fold
  2. Samsung Galaxy Fold übersteht weniger Faltvorgänge als behauptet

    •  /