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Raumfahrt: Schottischer Weltraumbahnhof genehmigt

Europäer werden in Zukunft orbitale Raketenstarts anschauen können, ohne um die halbe Welt fliegen zu müssen. Eine Reise nach Schottland genügt.

Artikel veröffentlicht am ,
Modell einer Oberstufe der Orbex Prime, die von Schottland aus fliegen soll.
Modell einer Oberstufe der Orbex Prime, die von Schottland aus fliegen soll. (Bild: Orbex/CC-BY-SA 4.0)

In der Grafschaft Sutherland, an der Nordküste Schottlands, wird der erste Weltraumbahnhof auf europäischem Boden entstehen. Die Pläne wurden im Februar vorgelegt, um eine öffentliche Diskussion zu ermöglichen. Am 19. August wurden sie genehmigt. Besonders die Rolle möglicher Umwelteinflüsse wurde kontrovers diskutiert. Laut der Betreibergesellschaft Highlands and Islands Enterprise wurde der Bau unter 34 Auflagen erlaubt.

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Nun soll etwa der abgetragene Torf dazu verwendet werden, Schäden alter Bauprojekte auszugleichen, bei denen ebenso Torf abgetragen wurde. Außerdem wurde die Zahl der Starts auf zwölf Flüge pro Jahr begrenzt, weil die verwendeten Raketen zunächst nicht wiederverwendbar sein werden und nicht zu viele leere Raketenstufen ins Meer vor der Küste stürzen sollen. Unklar ist, ob die erlaubte Zahl der Starts mit wiederverwendbaren Raketen steigen würde, da auch Lärm und Luftverschmutzung eine Rolle spielen.

Auf dem 300 Hektar großen Grundstück wird neben der Startrampe auch ein Kontrollzentrum und eine 2,5 km lange Straße errichtet. Zusammen nehmen sie eine Fläche von vier Hektar ein und sollen umgerechnet 19,1 Millionen Euro kosten. Die Infrastruktur und die Startrampe sind für kleine Raketen der Firma Orbex gedacht, deren Firmensitz in Schottland liegt, die aber auch Tochterfirmen in Dänemark und Deutschland hat.

Kleine Raketen werden immer nützlicher

Orbex baut die Prime-Rakete, die Propan und Sauerstoff als Treibstoff benutzt und kleine Nutzlasten von 150 kg Masse in einen sonnensynchronen Orbit bringen könenn, etwa 200 kg in einfache niedrige Erdorbits. Damit ist sie vergleichbar mit der neuseeländischen Electron-Rakete von Rocketlab, auch wenn die Electron durch verbesserte Elektrotechnik inzwischen eine Nutzlast von 300 kg hat.

Damit sind sie deutlich kleiner als Raketen wie die Falcon 9 oder die Ariane 5, die 10 bis 20 Tonnen Nutzlast in solchen Orbits aussetzen können. Aber die moderne Satellitentechnik erlaubt inzwischen den Bau sehr leistungsfähiger Satelliten mit niedriger Startmasse. Cubesats mit einer Startmasse von 4 kg können inzwischen selbst Aufgaben voll steuerbarer Erdbeobachtungssatelliten wahrnehmen.

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pandarino 21. Aug 2020

Was ist mit Kiruna im Norden Schwedens? https://de.m.wikipedia.org/wiki...

pandarino 21. Aug 2020

Nun ja, im Norden Schwedens werden auch Raketen gestartet.

wurstdings 20. Aug 2020

Cool, das ist ne nachvollziehbare Erklärung. Nur warum heists dann Kosmonaut statt...


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