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Raumfahrt: Russland testet erfolgreich schwere Trägerrakete Angara-A5

Russland testet eine neue superschwere Trägerrakete aus eigener Entwicklung. Mit der Angara-A5 kann die Raumfahrtnation erstmals vom eigenen Territorium aus in tiefe Weiten des Universums vordringen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Start der Trägerrakete Angara-A5
Start der Trägerrakete Angara-A5 (Bild: Russisches Verteidigungsministerium)

Nach mehr als zehn Jahren Forschung hat die Raumfahrtnation Russland am Dienstag erstmals ihre neue, superschwere Trägerrakete Angara-A5 getestet. Der Start vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland sei ein "großes, sehr wichtiges Ereignis" für Russland, sagte Kremlchef Wladimir Putin. Nach dem Start hat die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitgeteilt, die Rakete sei 35 800 Kilometer weit ins All geflogen.

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Mit der für besonders schwere Lasten geeigneten Angara könnten nun etwa Forschungs- und Militärsatelliten in beliebige Weiten des Weltalls geschossen werden, sagte Putin bei einer Videoübertragung des Starts der Agentur Interfax zufolge. "Damit stärken wir die Sicherheit unseres Landes", sagte er. Bei ihrem Jungfernflug hatte die Rakete eine Satellitenattrappe an Bord. Am 9. Juli 2014 hatte Russland bereits eine leichtere Variante der Angara erprobt.

"Der erfolgreiche Test garantiert Russland erstmals einen unabhängigen Zugang zu geostationären Umlaufbahnen von seinem Territorium aus", sagte der Raumfahrtexperte Andrej Ionin in Moskau. Bislang seien solche Umlaufbahnen nur von Baikonur in der zentralasiatischen Republik Kasachstan aus erreichbar gewesen. Den Weltraumbahnhof dort pachtet Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion.

In drei bis fünf Jahren komplett einsatzbereit

Bis die neue Rakete in den Dienst gestellt werde, seien etwa zehn weitere Tests nötig, sagte Ionin. In drei bis fünf Jahren werde sie komplett einsatzbereit sein.

Die nach einem Fluss in Sibirien benannte Rakete soll künftig andere Typen wie Rockot oder umweltbelastende Proton-Raketen ablösen. Angara ist die erste Rakete, die nach dem Ende der Sowjetunion 1991 vollständig in Russland gebaut wird. Die Entwicklung kostete offiziellen Angaben zufolge mindestens 3,5 Milliarden Euro.

Die Angara kann Nutzlasten von bis zu 24,5 Tonnen in erdnahe Umlaufbahnen sowie von bis zu 3,4 Tonnen in tiefste Weiten des Weltalls befördern. Mit der Rakete verbindet die Raumfahrtnation Russland die Hoffnung, noch unabhängiger von anderen Staaten zu werden.

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plutoniumsulfat 26. Dez 2014

3 km/s ist jetzt nicht gerade langsam...

Tyra Misoux 24. Dez 2014

Jetzt müssen sich die Streithähne bloß wieder verstehen - wie es die Völker selbst...


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