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Raumfahrt: Russland stellt Konzept für eigene Raumstation vor

Roskosmos hat den Entwurf einer eigenen Raumstation gezeigt, deren Aufbau in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts beginnen soll.

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Modell der russischen Raumstation Ross: besserer Blick auf die Erde (Bild: Maxim Shemetov/Reuters)

Eine eigene Station für Kosmonauten: Roskosmos hat das Modell einer Raumstation vorgestellt, die die russische Raumfahrtbehörde in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts in den Weltraum schießen will.

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Roskosmos habe den Entwurf der Station auf einer Militärmesse vorgestellt, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters. Die russischen Staatsmedien hätten sie als Ross bezeichnet.

Die Station soll demnach aus sechs Modulen bestehen, die in zwei Etappen in Betrieb genommen werden sollen. Zum Start wird die Station aus vier Modulen bestehen. Zwei weitere sollen später hinzukommen.

Die Station wird nicht dauerhaft besetzt

Auf der Station sollen bis zu vier Kosmonauten wohnen. Platz ist zudem für wissenschaftliche Geräte. Anders als die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) soll die russische Station nicht dauerhaft besetzt sein.

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Das Konzept sieht vor, dass zweimal im Jahr eine Crew für einen längeren Zeitraum an Bord sein wird. Laut Roskosmos sollen die Kosmonauten einen größeren Ausschnitt der Erde sehen können als aus ihrem Modul auf der ISS.

Wenn die eigene Station im All ist, wird Russland voraussichtlich aus dem Betrieb der ISS aussteigen. Im Juli hatte Juri Borissow, der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, angekündigt, Russland werde sich nach dem Jahr 2024 nicht mehr am Betrieb der ISS beteiligen.

Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) teilte daraufhin mit, sie habe keine Mitteilung über einen russischen Ausstieg aus der ISS. Wenige Tage später meldete die Nasa, Russland wolle auf der ISS bleiben, bis die eigene Raumstation startklar sei.

Der erste Teil der Station soll 2025 oder 2026, aber nicht später als 2030 ins All geschossen werden. Der Start des zweiten Teils soll zwischen 2030 und 2035 folgen.