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Raumfahrt: Russland plant Mondlandung für 2030

Im zweiten Anlauf soll es klappen: Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hat Einzelheiten zu einem russischen Mondprogramm vorgestellt. In gut zehn Jahren sollen russische Raumfahrer zum Mond fliegen.
/ Werner Pluta
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Der Mond: 2029 in den Orbit, 2030 Landung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der Mond: 2029 in den Orbit, 2030 Landung Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der nächste Wettlauf zum Mond ist eröffnet: Anfang des Jahres ist eine chinesische Sonde auf der Rückseite des Mondes gelandet . US-Vizepräsident Mike Pence hat kündigte im März an , dass 2024 wieder US-Astronauten zum Mond fliegen sollen. Da will auch Russland nicht zurückstehen: Roskosmos plane eine bemannte Mission zum Mond, hat der Chef der russischen Raumfahrtorganisation, Dmitri Rogosin, angekündigt.

Rogosin stellte bei einem Vortrag an der Universität in Moskau die kommenden Vorhaben von Roskosmos vor. Das US-Onlinemagazin Ars Technica hat die Folien aus Rogosins Präsentation veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Demnach sollen 2030 erstmals Kosmonauten den Mond betreten.

Das Raumschiff für das Projekt will Roskosmos bis 2022 entwickeln - in dem Jahr soll es erstmals starten. 2023 soll es zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) fliegen. Längere Flüge sind für Mitte des Jahrzehnts geplant. Daneben bereitet Roskosmos eine unbemannte Mission für 2027 vor. Dabei soll das Landefahrzeug Proben auf dem Mond sammeln und zur Erde zurückbringen.

2029 soll die erste Mission mit menschlicher Besatzung zum Mond aufbrechen, sie soll aber nur in die Umlaufbahn eintreten. Hinzu kommen Tests für die Landefähre und ein aufblasbares Habitat. 2030 sollen dann erstmals Kosmonauten auf dem Mond landen.

Daneben entwickelt Roskosmos eine Rakete, die größere Nutzlasten ins All bringen soll. Bis 2028 soll eine Rakete zur Verfügung stehen, die 103 Tonnen Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) und 27 Tonnen in einen Mondorbit transportieren kann. Nach 2030 soll eine Ausbaustufe noch größere Lasten ins All bringen.

Rogosin machte allerdings keine Angaben, wie das Mondprogramm finanziert werden soll. Er hat die Leitung des Raumfahrtorganisation erst vor einem Jahr übernommen. Davor war er stellvertretender russischer Ministerpräsident.


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