Raumfahrt: Russisches Ende für ISS-Kooperation steht fest

Russlands Raumfahrtbehörde erhöht den Druck auf internationale Partner und bestätigt ein Ende der ISS-Kooperation - ohne ein konkretes Datum.

Artikel veröffentlicht am ,
Dmitri Rogosin (r.) mit Aleksandr Lukaschenko (m.) und Wladimir Putin (l.)
Dmitri Rogosin (r.) mit Aleksandr Lukaschenko (m.) und Wladimir Putin (l.) (Bild: Reuters)

Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, sagt laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, dass Russland seine Zusammenarbeit mit anderen Partnern an der Internationalen Raumstation ISS beenden werde. Zuvor gab es immer wieder derartige Drohungen seitens Roskosmos und Rogosin selbst, die dies als Reaktion auf bestehende Sanktionen gegen Russland wegen des Ukrainekriegs zurückführen.

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"Die Entscheidung ist bereits gefallen, wir sind nicht verpflichtet, darüber öffentlich zu sprechen", zitiert die Tass Rogosin. Und weiter: "Ich kann nur eines sagen: Wir werden unsere Partner pflichtgemäß ein Jahr im Voraus über das Ende der Arbeiten auf der ISS informieren." Ein genaues Datum zum Ende der Kooperation ist damit also weiternin nicht offiziell bekannt.

Laut dem Bericht der Tass betonte Rogosin weiter, dass die Entscheidung über die Zusammenarbeit an der ISS von der russischen Regierung und dem Präsidenten, Wladimir Putin, getroffen werde. Allerdings verpflichtet sich Russland demzufolge bis mindestens 2024 an der ISS zusammenzuarbeiten. Das genaue Datum hänge dabei aber nicht nur vom Verhalten der Weltgemeinschaft ab, sondern auch davon, ob und wann die von Russland selbst geplante eigene Raumstation einsatzbereit sein werde.

Bereits Anfang April hatte Rogosin damit gedroht, die Zusammenarbeit an der ISS zu beenden, sofern die USA und andere westliche Staaten ihre Sanktionen gegen Russland nicht wieder zurücknehmen sollten. Seit Beginn des Ukrainekriegs nutzt Russland die ISS und andere Raumfahrtkooperationen als Pfand gegen mögliche Sanktionen. So drohte etwa Rogosin bereits damit, dass Russland die ISS abstürzen lassen könne. Das DLR hat wegen des Ukrainekriegs seine Kooperation mit Russland beendet, ebenso wie die Esa das Mars-Projekt Exomars.

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Samui 03. Mai 2022

Ein Angriff auf einen souveränen Staat ist und bleibt Völkerrechtswidrig, auch für die...

robinx999 03. Mai 2022

Die Wirtschaft wird gerade durch Sanktionen belegt und liegt schon faktisch am Boden...

Fakula 02. Mai 2022

Der Kriegsverlauf selber ist für China eher irrelevant. Klar, ein "Nice to have", aber...

Fakula 02. Mai 2022

Ist das ein "wir wollen einfach nicht mehr!" oder eher ein "Sorry, aber wir können unsere...



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