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Raumfahrt: Rosetta ist aufgewacht

Jubel im Kontrollzentrum in Darmstadt: Nach zweieinhalb Jahren im Standby meldet sich Rosetta zum Dienst zurück. Jetzt steuert die Esa-Sonde, die vor zehn Jahren gestartet ist, einen Kometen an, den sie im Sommer erreichen soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumsonde Rosetta und Philae: erste Landung auf einem Kometen
Raumsonde Rosetta und Philae: erste Landung auf einem Kometen (Bild: J. Huart/Esa)

Rosetta lebt! Am Abend des 20. Januar 2014 hat sie sich bei der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) zurückgemeldet. Die Sonde ist seit 2004 auf dem Weg zu einem Kometen.

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Um 19:18 Uhr meldete sich die Sonde beim US-Pendant der Esa: Die Nasa-Bodenstation Goldstone im US-Bundesstaat Kalifornien fing das Signal auf. Zuvor hatte sie sich über zweieinhalb Jahre im Tiefschlaf befunden. Seit Juni 2011 waren ihre Systeme in einem Standby-Modus. Die Sonde wird mit Sonnenenergie betrieben. Sie war aber so weit von der Sonne entfernt, dass die Solarzellen kaum noch elektrische Energie produzierten. Die wenige, die sie lieferten, reichte gerade, um die Systeme so zu beheizen, dass sie die Kälte im interplanetarischen Raum überstehen.

Zur Sonne, zur Wärme

Rosetta ist eine Sonde, mit der die Esa den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko erforschen will. Auf dem Weg zu dem Kometen hatte sie sich knapp 800 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Inzwischen beträgt die Entfernung zur Sonne 673 Millionen Kilometer. Das ist nahe genug für die Solarmodule.

  • Rosetta lebt! Jubel im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt. (Foto: Jürgen Mai/Esa)
  • Ziel der Sonde ist der Komet Tschurjumow-Gerassimenko, den Rosetta umkreisen und erforschen soll. (Bild: Esa)
  • Der Höhepunkt der Mission ist für November 2014 geplant: Rosetta wird Philae absetzen, ... (Bild: J. Huart/Esa)
  • ... und das Landefahrzeug soll auf dem Kometen aufsetzen. Es wird die erste Landung auf einem Kometen überhaupt. (Bild: J. Huart/Esa)
Rosetta lebt! Jubel im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt. (Foto: Jürgen Mai/Esa)

Rosetta soll den Kometen im Frühsommer erreichen. Die Sonde wird ihn begleiten, dabei umkreisen und Daten sammeln: Sie soll ihn kartieren, seine Schwerkraft, Masse und Form bestimmen sowie die Gas- und Staubatmosphäre des Kometen, die Koma, analysieren.

Landung auf Tschurjumow-Gerassimenko

Für November ist dann der Höhepunkt der Mission geplant: Das Landefahrzeug Philae soll auf Tschurjumow-Gerassimenko aufsetzen. Es wird das erste Mal sein, dass eine Sonde auf einem Kometen landet. Eine der Aufgaben von Rosetta wird sein, einen geeigneten Landeplatz zu finden.

Der Kern von Tschurjumow-Gerassimenko hat einen Durchmesser von nur etwa 4 Kilometern, entsprechend ist die Schwerkraft sehr gering. Der Lander wird sich deshalb mit Eisschrauben und Harpunen auf dem Kometen verankern. Dann wird Philae hochauflösende Bilder von der Kometenoberfläche machen sowie Proben aus dem Eis nehmen. Darin werden organische Materialien vermutet.

Sonnennächster Punkt

Rosetta wird den Kometen noch das kommende Jahr über begleiten. Sie soll auch dabei sein, wenn Tschurjumow-Gerassimenko im August 2015 seinen sonnennächsten Punkt erreicht. Er wird die Sonne in einer Entfernung von etwa 185 Millionen Kilometern, zwischen den Umlaufbahnen von Erde und Mars, passieren.

Rosetta war am 2. März 2004 vom Raketenstartplatz Kourou im französischen Überseedepartement Französisch-Guayana aus gestartet. Auf dem Weg zu dem Kometen nutzte die Sonde Vorbeiflüge an Planeten zur Beschleunigung. Sie passierte dreimal die Erde und ein Mal den Mars. Zudem durchquerte sie zweimal den Asteroidengürtel.

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Heretic 04. Mai 2015

Dem schließe ich mich gerne an. Eine technisch wie wissenschaftlich absolut...

brill 23. Jan 2014

Das Spiel ist der Knaller. Bin da erst duch Deinen Kommentar drauf aufmerksam geworden.

jo-1 22. Jan 2014

die Menschheit? Genau das ist ja das Problem - es gibt keine "Schwarm-Intelligenz" - ich...

User_x 21. Jan 2014

wie man sich dreht, der hintern ist immer hinten :) vieleicht weil die sonde von hinten...

it-boy 21. Jan 2014

Ah ja danke, darauf hätte ich auch kommen können. Hatte nur ein statisches Planetensystem...


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