Raumfahrt: Raumsonde Juno schwenkt in Jupiter-Orbit ein
Geschafft: Die Raumsonde Juno(öffnet im neuen Fenster) ist in den Orbit um den Planeten Jupiter eingeschwenkt. Um kurz vor 6 Uhr am Dienstagmorgen erklärte die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa), das Manöver sei abgeschlossen. Juno kreist jetzt auf einer elliptischen Bahn um Jupiter.

Nach knapp fünfjähriger Reisezeit hat die Raumsonde Jupiter erreicht. Am heutigen Dienstag musste sie dann in den Orbit eintreten. Dazu zündete ihr Triebwerk gegen 4:30 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) für etwa 35 Minuten. Es bremste die Sonde, so dass das Gravitationsfeld des Jupiter sie einfangen konnte.
Das Signal war 48 Minuten unterwegs
Um 5:54 Uhr MESZ gab die Nasa bekannt, der Eintritt in den Orbit sei erfolgreich gewesen. "Juno umkreist jetzt Jupiter", twitterte die Nasa(öffnet im neuen Fenster). Die Bestätigung kam mit einiger Verspätung wegen der langen Signallaufzeit von 48 Minuten.
Jupiter ist der größte Planet in unserem Sonnensystem. Der Durchmesser am Äquator beträgt 143.000 Kilometer – das ist etwa das Zwölffache des Durchmessers des Erdäquators. Seine Masse entspricht etwa dem 318-Fachen der Erdmasse. Für eine Umrundung wird Juno 53 Tage benötigen. Ihr Orbit um den Planeten ist stark elliptisch. Die größte Annäherung zum Planeten ist etwa 4.700 Kilometer über der dichten Wolkendecke. So nahe war noch keine Sonde an Jupiter dran.
Einen Blick in und unter diese Wolkendecke zu werfen, ist eine der Aufgaben der Sonde. Sie soll unter anderem Daten über die Atmosphäre sowie über den Kern des Planeten sammeln. Die Mission im Jupiter-Orbit soll bis Anfang 2018 dauern.
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