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Trägerrakete Delta IV mit Orion: zum Asteroiden, zum Mond, zum Mars
Trägerrakete Delta IV mit Orion: zum Asteroiden, zum Mond, zum Mars (Bild: Kim Shiflett/Nasa)

So soll der Test ablaufen

Die Delta-IV-Trägerrakete hat zwei Stufen und ist für den Flug mit zwei zusätzlichen Boostern ausgestattet. Diese werden nach etwa 4 Minuten abgeworfen. Weitere anderthalb Minuten später wird die erste Stufe abgetrennt, und das Triebwerk der zweiten Stufe zündet. Nach der Abtrennung der ersten Stufe werden nacheinander die Sicherungsverkleidung des Servicemoduls sowie das Rettungssystem abgetrennt.

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17 Minuten und 39 Sekunden nach dem Start wird die Orion mit der zweiten Stufe in den ersten Orbit eintreten. Der hat eine Erdnähe von 185 Kilometern und eine Erdferne von knapp 890 Kilometern. Etwa 2 Stunden nach dem Start ist der erste Orbit beendet. Dann zündet das Triebwerk der zweiten Stufe noch einmal.

Orion sammelt Daten über Strahlung

Knapp 5.800 Kilometer wird sich die Orion dann von der Erde entfernen. Das ist außerhalb der Van-Allen-Gürtel, wo das Raumfahrzeug stärkerer Strahlung ausgesetzt sein wird als in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Die Nasa will dort Daten über die Strahlung sammeln, die für längere Missionen wichtig sind. Während Orion die Van-Allen-Gürtel durchquert, werden die Kameras ausgeschaltet, um sie zu schützen.

Nach diesem Ausflug geht es zurück in Richtung Erde. Nach drei Stunden und 23 Minuten beginnen die Vorbereitungen für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre: Die zweite Stufe der Trägerrakete und das Servicemodul werden vom Mannschaftsmodul abgetrennt, das allein zur Erde zurückkehrt. Gut eine halbe Stunde später wird der Konus so gedreht, dass die flache Seite mit dem Hitzeschutzschild zur Erde zeigt.

Orion trifft auf die Erdatmosphäre

Etwa nach vier Stunden und 13 Minuten erreicht Orion die Atmosphäre. In dem Moment erreicht das Raumfahrzeug seine Höchstgeschwindigkeit: Es trifft mit 32.000 Kilometern pro Stunde auf die Atmosphäre. Jetzt wird es heiß: Der Schutzschild muss Temperaturen von 2.000 Grad aushalten. Für etwa zweieinhalb Minuten ist dann die Kommunikation zwischen der Kapsel und Erde unterbrochen.

Sieben Minuten später öffnen sich die Fallschirme, an denen das Mannschaftsmodul zur Erde zurücksegelt. Ist alles gutgegangen, wird es 4 Stunden und 23 Minuten nach dem Start, also gegen 17:28 Uhr, im Pazifik wassern.

Der erste bemannte Flug für Orion ist für das Jahr 2021 geplant. In dem Raumfahrzeug sollen sechs Astronauten Platz finden. In den 2020ern-Jahren will die Nasa damit einen Asteroiden erkunden sowie zum Mond fliegen. In den 2030ern-Jahren sollen dann erstmals Menschen mit dem Orion MPCV zu einem anderen Planeten, zum Mars, aufbrechen.

Nachtrag vom 4. Dezember 2014, 15:44

Kurz vor dem Schließen des Startfensters hat die Nasa den Test abgebrochen. Mehrfach wurde der Countdown abgebrochen und später wieder neu gestartet. Anfangs verhinderten Windböen den Start der Delta IV.

Später traten Probleme mit Ventilen an einem der Wasserstofftanks auf. Ein letzter Startversuch um 15:44 Uhr wurde aufgegeben, weil der Akku für ein Kamerasystem nicht mehr genug geladen war.

Der früheste nächste Starttermin ist am Freitag, den 5. Dezember 2014, um 13:05 Uhr MEZ.

Nachtrag vom 5. Dezember 2014, 13:15 Uhr

Beim zweiten Versuch hat es geklappt: Die Delta-IV-Trägerrakete mit der Raumfähre Orion an Bord ist pünktlich um 13:05 Uhr am 5. Dezember 2014 zu ihrem Erstflug gestartet.

 Raumfahrt: Raumfahrzeug Orion fliegt zum ersten Mal

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baz 09. Dez 2014

Man kann es mit dem Klugscheißen auch übertreiben. Natürlich ist Voyager 1 nicht auf...

13HipHop37 05. Dez 2014

weil er chmuL ist. hihihi

moen 05. Dez 2014

Bei Apollo 13 war es so, dass die Temperatur im Inneren des ACM während des Eintritts...

muhzilla 04. Dez 2014

Ja, finde ich auch. Jetzt kommt gerade das Update zum Ventilproblem.

ChMu 04. Dez 2014

Das ich das noch erlebe. Also eine kurze Raumpatroullie mit anschliessendem Ruecksturz...



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