Raumfahrt: Raumfahrtkoordinatorin sieht Nordsee-Startplatz kritisch

Kommt der schwimmende Startplatz für Raketen doch nicht? Die neue Bundesregierung schlägt andere Maßnahmen zur Förderung der Raumfahrt vor.

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So soll der schwimmende Raketenstartplatz aussehen: attraktive Standorte in Schweden und Norwegen
So soll der schwimmende Raketenstartplatz aussehen: attraktive Standorte in Schweden und Norwegen (Bild: German Offshore Spaceport Alliance)

Das Projekt war ohnehin umstritten. Droht jetzt das Aus? Die Raumfahrtkoordinatorin der neuen Bundesregierung sieht den Aufbau eines deutschen Raketenstartplatzes auf der Nordsee kritisch und bringt Alternativen ins Spiel.

"Aus meiner Sicht ist nicht entscheidend, dass die Startplätze in Deutschland sind", sagte Anna Christmann der Augsburger Zeitung. Sie spricht sich für bessere Bedingungen für Entwickler aus. Die Grünen-Politikerin ist die Koordinatorin für die Luft- und Raumfahrt der neuen Bundesregierung.

"Es könnte auch ein anderes europäisches Land sein", sagte Christmann. "Es gibt Standorte wie Schweden und Norwegen, die hier attraktiv sind."

Starten 2023 Raketen auf der Nordsee?

Die Idee, einen deutschen Raketenstartplatz zu errichten, hatten Unternehmen aus der Branche vor einigen Jahren aufgebracht und drängten auf eine schnelle Entscheidung. Schon 2023 sollten nach ihren Vorstellungen die ersten Raketen abheben.

Im September vergangenen Jahres - kurz vor der Bundestagswahl - wurde beim Bundesverband der Deutschen Industrie eine Absichtserklärung unterschrieben. Prominente Fürsprecher des Projekts waren Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Raumfahrt-Koordinator Thomas Jarzombek (beide CDU).

Jarzombeks Nachfolgerin sieht die Pläne kritischer: "Die Nordsee ist eine Option, die im Raum steht, aber auch Probleme bei der Umweltverträglichkeit und Praktikabilität mit sich bringt", sagte Christmann.

Starts von der Nordsee haben Nachteile

Starts vom Meer können zwar Vorteile haben, etwa wenn sie im Pazifik in Äquatornähe fern vom Schiffsverkehr durchgeführt werden. Starts von der Nordsee aus haben hingegen jede Menge Nachteile: Es steht nur ein schmaler Korridor zur Verfügung, der auch noch gesperrt werden muss. Wind und Wellengang können den Start behindern. Schließlich ist ein großer Aufwand mit mehreren Schiffen erforderlich.

Christmann sprach sich dafür aus, die Bedingungen für die Raketen-Entwickler zu verbessern. Dazu gehöre etwa, mehr Prüfstände einzurichten, sagte sie. "Viele Unternehmen testen ihre neuen Raketen auf Prüfständen verteilt in ganz Europa, hierzulande passiert es kaum."

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