Raumfahrt: Raketen bleiben am Boden und Mitarbeiter zu Hause

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus macht zwar vor dem Weltraum halt, aber nicht vor der Weltraumfahrt bei der Esa und der Nasa.

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Eine Ariane 5 beim Flug VA-236 während des Transfers zur Montage der Satelliten.
Eine Ariane 5 beim Flug VA-236 während des Transfers zur Montage der Satelliten. (Bild: Arianespace)

Am 17. März 2020 gaben sowohl die Europäische Raumfahrtagentur Esa als auch ihr amerikanisches Pendant, die Nasa, bekannt, dass nach Möglichkeit alle Mitarbeiter ins Homeoffice wechseln sollen. Ausnahmen sollen nur für die Betreuung kritischer Missionen gemacht werden. Ob dazu auch die Startvorbereitungen der unaufschiebbaren Mission Mars 2020 mit dem Marsrover Perseverance gehören, ging aus der Bekanntmachung der Nasa nicht hervor.

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Die Einrichtungen der Esa wurden bereits am letzten Freitag für Besucher geschlossen und keine Besuchserlaubnisse mehr ausgestellt. Am Montag folgte Arianespace, der Betreiber des Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guayana, mit der Bekanntmachung, dass alle laufenden Kampagnen zum Start von Raketen ausgesetzt würden. Zu der Zeit wurde gerade der Start einer Sojus-Rakete vorbereitet, die den marokkanischen Erdbeobachtungssatelliten Falcon Eye 2 starten sollte. Der identische Satellit Falcon Eye 1 stürzte am 11. Juli 2019 durch die Fehlfunktion einer Vega-Rakete ab. Mit über 400 Millionen US-Dollar war es der größte versicherte Verlust in der Raumfahrtgeschichte.

Angeblich soll der Wechsel auf die Sojus-Rakete rein terminliche Gründe gehabt und nichts mit dem Vertrauen in die Vega-Rakete zu tun haben. Allerdings sollte die Vega nur eine Woche später in den Flugbetrieb zurückkehren, mit einer Rideshare-Mission, bei der 42 kleine Satelliten ausgesetzt werden sollten. Ob der geplante Start einer Ariane-5-Rakete im Juni verschoben werden muss, wird sich erst noch zeigen.

Derzeit gibt es noch keine Nachrichten darüber, wie weit der Betrieb von SpaceX mit Sitz in Kalifornien beeinträchtigt wird, nachdem in dem US-Staat der Notstand ausgerufen wurde. In China führte der Ausbruch der Krankheit in Wuhan zu Verzögerungen bei der Produktion der Kuaizhou-11-Rakete des privaten Unternehmens Expace, das militärische Technologie zum Bau seiner Raketen nutzt, ähnlich wie es die amerikanische Firma Orbital Sciences tat.

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Auch der Start der ersten Changzheng-7A-Rakete wurde durch das Coronavirus verzögert. Er fand am Montag statt und scheiterte bei der Abtrennung der zweiten Stufe. Golem.de wird darüber berichten, sobald konkrete Informationen über Ursache und Auswirkungen der Fehlfunktion bekannt sind. Die Rakete soll eine wichtige Rolle im chinesischen Raumfahrtprogramm einnehmen und hat viele technologische Gemeinsamkeiten mit der kleineren Changzheng 3 und der Schwerlastrakete Changzheng 5.

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