Abo
  • IT-Karriere:

Raumfahrt: PT Scientists heißen jetzt Planetary Transportation Systems

Nach zwei Monaten hat das Zittern ein Ende. Die erste deutsche Mondlandefähre wird weiter entwickelt. Wer das Unternehmen gerettet hat, bleibt vorerst geheim, aber es hat einen neuen Namen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mondlandefähre Alina: keine Details zum Investor
Mondlandefähre Alina: keine Details zum Investor (Bild: PT Scientists)

Zwei Monate nach der Insolvenz haben die PT Scientists aus Berlin-Marzahn einen neuen Investor gefunden. Wie das Unternehmen bekanntgab, wurde ein nicht genanntes Raumfahrtunternehmen gefunden, das am Sonntag die gesamte Firma übernommen hat. Damit sind alle 60 Arbeitsplätze gesichert, ebenso wie die weitere Arbeit an der bisher entwickelten Technologie.

Stellenmarkt
  1. ec4u expert consulting ag, Böblingen bei Stuttgart, Düsseldorf, Karlsruhe, München
  2. RUAG Defence Deutschland GmbH, Wedel bei Hamburg

Laut einer Pressemeldung fand der Insolvenzverwalter Sascha Feies den Investor nach zahlreichen Gesprächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Es soll eine "europäische Mondlandemission" stattfinden. Ein Unternehmenssprecher der PT Scientists konnte sich noch nicht zu näheren Details der Mission äußern.

Nur wenige Wochen vor der Insolvenzanmeldung hatten die PT Scientists eine Kooperation mit Arianespace zum Start ihrer Mondlandefähre Alina vereinbart. Hinzu kommt eine Kooperation mit der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) zur Landung auf dem Mond, die neben wissenschaftlichen Untersuchungen auch Versuche zur Nutzung von Ressourcen auf dem Mond einschließt. Außerdem haben zahlreiche Wissenschaftler kleine Nutzlasten vorbereitet, die an Bord der Raumfähre zur Mondoberfläche gelangen sollen. Mit der Insolvenz standen auch deren Missionen in Frage.

Es war vorgesehen, dass eine erste Mondlandung noch vor der Esa-Mission stattfindet. Dabei sollte die Landestelle von Apollo 17 mit einem Rover erkundet werden. Dafür hatte das Unternehmen drei Hauptsponsoren gefunden: Vodafone, Audi und Red Bull. Ob diese Mission noch stattfindet, ist unklar. Die Insolvenz entstand allerdings durch ausbleibende Zahlungen der Sponsoren.

Nach Aussage des Unternehmens wurde die Landefähre auch während der Insolvenz weiterentwickelt, wenn auch mit reduzierten finanziellen Möglichkeiten und mehrwöchigen Verzögerungen durch die Zahlungsunfähigkeit. Die Entwicklung war so weit fortgeschritten, dass das Unternehmen Ende 2018 zahlreiche erfahrene Mitarbeiter aus der Raumfahrt eingestellt hat, um mit dem Bau der Hardware zu beginnen.

Alina hat ein Gesamtgewicht von über 4 Tonnen, der größte Teil davon ist Treibstoff. Auf dem Weg zum Mond soll die Landefähre in einem Standardorbit ausgesetzt werden, der normalerweise für geostationäre Satelliten verwendet wird. Den Rest des Weges muss sie mit eigenen Treibstoffreserven schaffen.

Damit ist Alina wesentlich schwerer, als etwa die gescheiterte israelische Mondmission Beresheet, die beim Start 575 kg wog. Die indische Mondmission Chandrayaan-2 flog mit vergleichbarer Startmasse in einen vergleichbaren Orbit, allerdings umfasst sie sowohl einen Lander als auch einen Orbiter. Mit einer Landemasse von 1,2 Tonnen ist Alina also sehr ambitioniert.

Weitere Informationen werden wahrscheinlich folgen, sobald die Pläne des neuen Besitzers des Unternehmens klar geworden sind.

Nachtrag vom 9. September 2019, 12:34 Uhr

Wie die (ehemaligen) PT Scientists Twitter bekanntgaben, wurde das Unternehmen in Planetary Transportation Systems umbenannt, nachdem es von einer noch immer unbenannten Firma aus der Luft- und Raumfahrt aufgekauft wurde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€
  2. 319€/429€
  3. 469€ (Bestpreis!)

Kein Kostverächter 09. Sep 2019 / Themenstart

Das ist auf jeden Fall sehr naheliegend und wahrscheinlich, dass es Zeitfracht ist...

jevermann 04. Sep 2019 / Themenstart

Warum braucht man noch mehr Beweise, dass die Mondlandung stattgefunden hat. Alle von den...

Frank... 03. Sep 2019 / Themenstart

Es geht dort nicht um die Stationäre Umlaufbahn selbst, sondern um den Transferorbit, in...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 mit GTX 1650 - Hands on (Ifa 2019)

Von außen ist das Razer Blade Stealth wieder einmal unscheinbar. Das macht das Gerät für uns besonders, da darin potente Hardware steckt, etwa eine Geforce GTX 1650.

Razer Blade Stealth 13 mit GTX 1650 - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Manipulierte Zustimmung: Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal
Manipulierte Zustimmung
Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal

Nur die wenigsten Cookie-Banner entsprechen den Vorschriften der DSGVO, wie eine Studie feststellt. Die Datenschutzbehörden halten sich mit Sanktionen aber noch zurück.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Chrome & Privacy Google möchte uns in Zukunft anders tracken
  2. Tracking Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
  3. Android Apps kommen auch ohne Berechtigung an Trackingdaten

Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
Galaxy Fold im Hands on
Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
  2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
  3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

    •  /