Abo
  • Services:
Anzeige
Asteroid Vesta: Platin, andere Edelmetalle und Wasser
Asteroid Vesta: Platin, andere Edelmetalle und Wasser (Bild: Nasa)

Raumfahrt: Planetary Resources will Edelmetalle auf Asteroiden schürfen

Asteroid Vesta: Platin, andere Edelmetalle und Wasser
Asteroid Vesta: Platin, andere Edelmetalle und Wasser (Bild: Nasa)

Edelmetalle auf Asteroiden schürfen - was wie Science-Fiction klingt, will das Unternehmen Planetary Resources in den nächsten Jahrzehnten Realität werden lassen. In zwei Jahren soll ein Weltraumteleskop starten, das nach geeigneten Kandidaten sucht.

Asteroiden werden gern als Gefahr dargestellt - nicht ganz zu Unrecht: So manches Geschoss aus dem All hat schließlich unseren Planeten getroffen und große Verwüstung angerichtet. Planetary Resources betont einen anderen Aspekt: Asteroiden seien die Rohstoffquelle der Zukunft und das US-Unternehmen wolle diese abbauen.

Anzeige

Bisher seien Asteroiden in erster Linie daraufhin untersucht worden, ob sie eine Gefahr für die Erde darstellten, erklärt Tom Jones. Der Planetenforscher und ehemalige Nasa-Astronaut ist einer der wissenschaftlichen Berater von Planet Resources. Die meisten seien aber gar keine Bedrohung, sondern bergen immense Chancen. Das Unternehmen glaubt, auf diese Weise einen Beitrag zum Weltsozialprodukt in Höhe eines zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Betrags leisten zu können.

Fast 9.000 Asteroiden

Planetary Resources will zunächst die Asteroiden in der Nähe der Erde orten, sie vermessen und untersuchen, um herauszufinden, welche die besten Lagerstätten bieten. Allein das ist schon eine Aufgabe: Knapp 9.000 erdnahe Asteroiden seien bekannt. Davon seien 1.500 so nahe, dass sie mit dem gleichen Energieaufwand erreicht werden könnten wie eine Expedition zum Mond.

  • Das Konzept für den Abbau von Rohstoffen im Weltraum (Grafik: Planetary Resources)
Das Konzept für den Abbau von Rohstoffen im Weltraum (Grafik: Planetary Resources)

Dazu will das Unternehmen zunächst ein eigenes Weltraumteleskop ins All schießen, mit dem die Asteroiden beobachtet werden sollen. Vielversprechende Objekte sollen dann von Raumsonden erkundet werden.

Rohstoffe abbauen...

Schließlich will das Unternehmen Techniken entwickeln, um dort Rohstoffe auszubeuten. Wie das gehen soll, ist allerdings noch nicht klar: Ein konventioneller Abbau wie auf der Erde dürfte sich aufgrund der fehlenden Schwerkraft eher schwierig gestalten: Eine Abbauvorrichtung mit einer Schaufel würde sich ziemlich sicher durch den Rückstoß in den Weltraum hinauskatapultieren, wenn sie nicht fest mit dem Asteroiden verbunden ist.

Um dieses Problem zu umgehen, hat die Nasa für die Kometenforschung eine Harpune entwickelt. Allerdings will die US-Weltraumbehörde nur Bodenproben von dem Kometen nehmen und nicht darauf nach Rohstoffen schürfen.

... und abtransportieren

Sind die Bodenschätze abgebaut, sollen sie in Richtung Erde transportiert werden. Dabei scheint das Unternehmen allerdings weniger daran zu denken, diese auf den Planeten herunterzubringen. Sie sollten zu einem Treibstoffdepot, das die Erde umkreist, oder zu einem anderen Ort im Sonnensystem gebracht werden, erklärt Planetary Resources.

Die Weltraumbergleute wollen in erster Linie Edelmetalle auf den kleinen Himmelskörpern abbauen. Ein einziger 500 Meter großer Asteroid könnte ihrer Ansicht nach mehr Platin enthalten, als bis heute auf der Erde abgebaut worden ist. Daneben wollen sie Ruthenium, Rhodium, Palladium oder Osmium ausbeuten. Schließlich wollen sie Wasser auf den Asteroiden finden. Das solle Flüge zu anderen Planeten in unserem Sonnensystem ermöglichen.

Weltraumteleskop und Raumsonden

Die nötigen Raumfahrzeuge für die Ausbeutung der Himmelskörper will Planetary Resources selbst entwickeln - das Unternehmen ist aus dem Weltraumunternehmen Arkyd Astronautics hervorgegangen, das seit 2010 existiert. Die Pläne sind ehrgeizig: 2014 bereits soll das Weltraumteleskop Leo starten. In etwa zehn Jahren will das Unternehmen jene Asteroiden identifiziert haben, auf denen sich der Abbau von Bodenschätzen lohnt.

Hinter dem Unternehmen stehen eine Reihe bekannter Namen: Einer der Gründer ist Peter Diamandis, der Vorsitzende der X-Prize-Foundation. Zu den Investoren zählen Google-Gründer Larry Page sowie Eric Schmidt, ehemals Chef des Internetunternehmens, Charles Simonyi, Gründer von Microsoft Research und des Softwareunternehmens Intentional Software, sowie Ross Perot Jr., Sohn des US-Industriellen und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ross Perot. Ein weiterer wissenschaftlicher Berater ist Regisseur James Cameron. Im Vorstand sitzen Chris Lewicki und Chris Voorhees, die beide an Marsprojekten der Nasa mitgearbeitet haben.


eye home zur Startseite
PanicMan 26. Apr 2012

oder "Der Asteroidenkrieg" von Ben Bova, hat genau über das und die Probleme dort...

MiniMized 26. Apr 2012

der abbau von ressourcen von asteroiden hat ja gerade den vorteil, dass es keine...

csn 26. Apr 2012

Ist aber auch mutmaßlich nicht das Ziel des Unternehmens (wobei natürlich schon ein paar...

fratze123 26. Apr 2012

Ist es für Aprilscherze nicht ein wenig zu spät? ^^


Edelmetall & Anlage Blog / 25. Mai 2012



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Hannover
  2. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München
  3. Remira GmbH, Bochum
  4. Bundeskriminalamt, Meckenheim


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game of Thrones, Big Bang Theory, The Vampire Diaries, Supernatural)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Cloud IoT Core

    Googles Cloud verwaltet weltweit IoT-Anlagen

  2. Schweden

    Netzbetreiber bietet 10 GBit/s für 45 Euro

  3. Reverse Engineering

    Das Xiaomi-Ökosystem vom Hersteller befreien

  4. Fritzbox 7583

    AVM zeigt neuen Router für diverse Vectoring-Techniken

  5. Halbleiterwerk

    Samsung rüstet Fab 3 für sechs Milliarden US-Dollar auf

  6. Archos Hello

    Smarter Lautsprecher mit vollwertigem Android

  7. Automaton Games

    Mavericks will Battle Royale für bis zu 400 Spieler bieten

  8. Sipgate

    App Satellite hat Probleme mit dem Vodafone-Netz

  9. AMDs Embedded-Pläne

    Ein bisschen Wunschdenken, ein bisschen Wirklichkeit

  10. K-1 Mark II

    Pentax bietet Sensorwechsel für seine Vollformat-DSLR an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Age of Empires Definitive Edition Test: Trotz neuem Look zu rückständig
Age of Empires Definitive Edition Test
Trotz neuem Look zu rückständig
  1. Echtzeit-Strategie Definitive Edition von Age of Empires hat neuen Termin
  2. Matt Booty Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft
  3. Vorschau Spielejahr 2018 Zwischen Kuhstall und knallrümpfigen Krötern

Homepod im Test: Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
Homepod im Test
Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
  1. Rückstände Homepod macht weiße Ringe auf Holzmöbeln
  2. Smarter Lautsprecher Homepod schwer reparierbar
  3. Smarter Lautsprecher Homepod-Reparaturen kosten fast so viel wie ein neues Gerät

HP Omen X VR im Test: VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
HP Omen X VR im Test
VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
  1. 3D Rudder Blackhawk Mehr Frags mit Fußschlaufen
  2. Kreativ-Apps für VR-Headsets Austoben im VR-Atelier
  3. Apps und Games für VR-Headsets Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc

  1. Re: und lidl & co. bekommen nix auf die kette

    Anonymouse | 13:46

  2. Re: OT: In Deutschland derweil: Radweg in NRW um...

    cuthbert34 | 13:45

  3. Re: Es klingt verlockend

    Nogul | 13:45

  4. Re: AfD auch politisch untauglich

    Mingfu | 13:45

  5. Re: Autos brauchen keinen extra Ton

    tingelchen | 13:44


  1. 13:49

  2. 12:32

  3. 12:00

  4. 11:29

  5. 11:07

  6. 10:52

  7. 10:38

  8. 09:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel