Abo
  • Services:

Raumfahrt: Philae antwortet nicht

Der Weckruf blieb ohne Antwort: Das Landefahrzeug Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hat nicht auf ein Kommando von der Erde reagiert. Es gibt wenig Hoffnung, noch einmal etwas von dem Lander zu hören.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Lander Philae (kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta): Ein Sender und ein Empfänger sind ausgefallen.
Lander Philae (kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta): Ein Sender und ein Empfänger sind ausgefallen. (Bild: ESA/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Keine Antwort vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko: Der Versuch, das Landefahrzeug Philae zu reaktivieren, ist offensichtlich gescheitert. Am 10. Januar hatte das Philae-Team am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) noch einmal versucht, Kontakt mit Philae aufzunehmen.

  • ... sucht mögliche Landeplätze ab. (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
  • Das erste Bild von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Es ist Teil ... (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)
  • ... eines noch unvollständigen Panoramas und wurde am 13.11.2014 zur Erde gefunkt. (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)
  • Die Oberfläche des Kometen, aufgenommen während des Abstiegs (Foto: Esa/Rosetta/Philae/Rolis/DLR)
  • Philae im Anflug auf Tschuri, aufgenommen von Rosetta (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
  • Noch hat Rosetta den genauen Landeort von Philae nicht entdeckt und ... (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
Das erste Bild von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Es ist Teil ... (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)
Stellenmarkt
  1. INconnect GmbH, Ingolstadt, Berlin, Heilbad Heiligenstadt, Hamburg
  2. Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover

Die Wissenschaftler hatten Philae ein Kommando geschickt, das dessen Drallrad in Bewegung setzen sollte. Dadurch sollte sich Philae entweder anders ausrichten oder der Staub sollte von seinen Solarpaneelen abgeschüttelt werden, so dass die Paneele mehr Licht bekommen und wieder Strom produzieren können.

Es gab keinen Kontakt

Das hat aber nicht funktioniert. "Es ist zu keiner Kontaktaufnahme gekommen", sagte Philae-Projektleiter Stephan Ulamec der Deutschen Presseagentur (dpa). "Man sollte nicht zu enttäuscht sein. Wir wussten, dass die Chancen gering waren. Aber wir wollten diese Chance nutzen, bevor man zu weit von der Sonne weg ist."

Es ist allerdings möglich, dass Philae das Kommando nicht empfangen hat oder nicht darauf antworten konnte: Die DLR-Wissenschaftler vermuten, dass einer der beiden Empfänger von Philae ausgefallen ist, ebenso einer von zwei Sendern. Die beiden anderen funktionieren wahrscheinlich auch nicht mehr einwandfrei.

Philae driftet über Tschuri

Philae ist Teil der europäischen Rosetta-Mission zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, auch kurz Tschuri genannt. Am 12. November 2014 wurde der Lander von der Sonde abgetrennt und stieg zu dem Kometen ab. Er setzte auf dem Kometen auf. Dann aber driftete er über dessen Oberfläche und stoppte an einem Ort, wo er nicht genug Sonnenlicht bekam, um seine Akkus zu laden. Deshalb ging ihm nach zweieinhalb Tagen der Strom aus.

Als sich der Komet der Sonne näherte, änderte sich der Einfallswinkel des Sonnenlichts, so dass Philaes Solarmodule wieder Strom produzieren konnten. Im Juni 2015 konnte der Lander deshalb wieder einige Daten zur Erde funken.

Es wird kalt auf dem Kometen

Der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist über 300 Millionen Kilometer weit von der Sonne entfernt. Auf seiner Oberfläche wird es deshalb immer kälter. Fällt Philaes Betriebstemperatur unter minus 51 Grad, kann das Landefahrzeug nicht mehr aktiviert werden.

Bis Ende Januar wolle das DLR-Team noch auf Signale von Philae achten, sagte Ulamec. "Aber dann muss man irgendwann auch mal realistisch sein, dass wir vermutlich nichts mehr von dem Lander hören werden." Die Sonde Rosetta wird voraussichtlich noch bis September Daten über Tschuri sammeln und zur Erde senden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten
  2. (u. a. Lost Planet: Extreme Condition für 2,29€ und On Rusty Trails für 2,49€)
  3. 131,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  4. 172,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

Atalanttore 14. Jan 2016

Bitte rufen Sie bei der Telefonseelsorge an. Sie sind akut selbstmordgefährdet.


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

    •  /