Finanzprobleme von Oneweb deuteten sich lange an

Probleme deuteten sich bei Oneweb bereits vor der offiziellen Bankrotterklärung an. Schon vor dem Einstieg von Softbank war etwa eine geplante Fusion mit dem Satellitenbetreiber Intelsat im Jahr 2017 gescheitert - auch andere Versuche von Fusionen misslangen. Gerichtsverfahren mit Intelsat wegen unerlaubter Nutzung von Geschäftsgeheimnissen liefen bis 2018. Bis 2019 lief auch ein Gerichtsverfahren gegen Virgin Orbital. In einem wirtschaftlich fragwürdigen Vertrag sollte die Firma 39 Starts mit dessen kleiner Trägerrakete Launcher One durchführen - bei einem Startpreis von 6 Millionen US-Dollar pro Rakete für je zwei Satelliten wären diese Starts pro Satellit mehr als doppelt so teuer gewesen wie Starts mit den russischen Sojus-Raketen.

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Zuletzt startete die erste Sojus-Rakete für Oneweb trotz der hohen Kosten nicht mit der vollen Nutzlast von 34 Satelliten, sondern nur mit 6 Satelliten an Bord. Zuvor war immerhin noch von zehn Satelliten die Rede gewesen. Möglicherweise hoffte das Unternehmen, mit einer Demonstration der Satelliten schneller neue Investoren überzeugen zu können.

Die weitreichenden Konsequenzen einer vollständigen Einstellung von Oneweb werden wahrscheinlich Staatshilfen unvermeidlich machen, zumindest zum Ausgleich der Ausfälle bei Arianespace und der Abschreibungen von Airbus. Es ist auch nicht auszuschließen, dass das gesamte Oneweb-Projekt über den Einstieg staatlich finanzierter Unternehmen gerettet wird. Schon früher wurden Satellitenkonstellationen wie Iridium auf diese Weise gerettet, damals hauptsächlich zur Nutzung der Satellitentelefone im Militär.

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 Raumfahrt: Oneweb bankrott - Softbank verweigert Kredite
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dreamtide11 30. Mär 2020

Zum Pingpong würde es wohl nicht kommen, aber sehen kann man es schon. Verfolgt habe ich...

qq1 30. Mär 2020

komisch, an die ozeane habe ich nicht gedacht, eher an krisengebiete und gebirge. und an...

schweineriester 29. Mär 2020

Tja, irgendwann wird Würfelzucker auch knapp ...

snugels 29. Mär 2020

Definitiv niemand der in einer gut versorgten Region liegt. Für Leute außerhalb der...



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