Abo
  • Services:

Schneller als alle Sonden zuvor

Start der Mission war vor über neun Jahren, am 19. Januar 2006. Eine Atlas-V-Trägerrakete brachte New Horizons auf den Weg. Um die Reisezeit durch das ganze Sonnensystem vergleichsweise kurz zu halten, ist die Sonde flott unterwegs. Sie verließ die Erde mit einer Geschwindigkeit von über 58.000 km/h - so schnell war noch keine Sonde vorher. Jetzt ist sie noch etwa 50.400 km/h schnell. Deshalb gibt es auch nur einen Vorbeiflug. Wegen der hohen Geschwindigkeit kann die Sonde nicht in einen Orbit einschwenken.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel
  2. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

Nach etwa einem Jahr Reisezeit flog die Sonde am Jupiter vorbei. Sie machte Bilder vom größten Planeten unseres Sonnensystems, seinen Ringen sowie seinen Monden. Außerdem nahm sie Messungen seines Magnetfeldes vor.

New Horizons verschläft den Flug

Die größte Zeit der Reise verbrachte New Horizons im Ruhezustand. Insgesamt 18 Ruhephasen, zwischen 36 und 202 Tage lang, gab es auf dem Weg zum Pluto. Sie machten etwa zwei Drittel der Reisezeit aus. Die Sonde wurde allerdings immer wieder aufgeweckt, auch für den entscheidenden Moment Ende des vergangenen Jahres.

Nach dem langen Flug war die Bestürzung groß, als kurz vor dem Ziel die Verbindung zu der Sonde abbrach. Knapp anderthalb Stunden später konnte die Nasa die Verbindung aber wieder herstellen. Der Autopilot hatte inzwischen den Bordcomputer in einen abgesicherten Modus versetzt, der Ersatzcomputer den Betrieb der Sonde übernommen. Er stellte die Verbindung zur Erde wieder her und sendete Telemetrie-Daten.

Funksignal ist mehr als vier Stunden unterwegs

Es sei weder ein Hardware- noch ein Software-Fehler gewesen, teilte die Nasa am 6. Juli mit. Ein "schwer zu erkennender Timing-Fehler in der Befehlssequenz", der während der Vorbereitung des Vorbeiflugs der Sonde aufgetreten sei, habe den Ausfall verursacht. Ihn zu finden und zu beheben, dauerte gut zwei Tage - auch, weil die Daten von der Sonde zur Erde rund viereinhalb Stunden unterwegs sind.

Seit dem 7. Juli ist die Sonde wieder voll im Einsatz. Dass sie drei Tage lang keine wissenschaftlichen Daten sammeln konnte, sei zu verschmerzen, sagte Alan Stern, wissenschaftlicher Leiter des New-Horizons-Projekts bei der Nasa. Hauptsache, sie sei am 14. Juli einsatzbereit. Die ersten Bilder werden aber frühestens am Tag darauf auf der Erde eintreffen. Das liegt unter anderem an der niedrigen Übertragungsrate: Laut Nasa liegt die bei 2 KBit/s. Die wichtigsten Daten sollen bis September vorliegen. Laut Nasa wird es bis voraussichtlich Ende 2016 dauern, bis sämtliche Daten des Pluto-Vorbeiflugs auf der Erde sind.

Weiter geht's zum Kuipergürtel

Damit wäre das Primärziel erreicht, die Mission aber nicht beendet. Pluto ist das bekannteste Objekt des Kuipergürtels. Über diese Region jenseits der Bahn des Neptuns, die dem Asteroidengürtel ähnelt, ist noch wenig bekannt. Nach dem Vorbeiflug am Pluto soll die Sonde mindestens ein größeres Objekt des Kuipergürtels ansteuern. Insgesamt gibt es dort mutmaßlich 70.000 Objekte mit mehr als hundert Kilometern Durchmesser.

  • Die Sonde New Horizons soll den Zwergplaneten Pluto und seine Monde sowie den Kuipergürtel erforschen. (Bild:  Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Start der Mission war Anfang 2006. Für die 4,9 Milliarden Kilometer lange Reise hat New Horizons neuneinhalb Jahre gebraucht. (Foto: Ken Thornsley/Nasa)
  • An Bord hat die Sonde sieben wissenschaftliche Instrumente, darunter zwei Kameras. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Pluto ist ein rötlich-brauner Himmelskörper. Das Bild ist aus Bildern der Kameras Ralph und Lorri zusammengesetzt. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Die drei Bilder nahm Lorri zwischen dem 1. und dem 3. Juli 2015 auf. Sie wurden noch vor dem Kommunikationsabbruch übertragen. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Eine Montage der Äquatorregion von Pluto (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Dieses Bild des Pluto entstand am 7. Juli 2015 aus einer Entfernung von acht Millionen Kilometern. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Und so geht es weiter: Nach dem Vorbeiflug am Pluto steuert New Horizons Objekte im Kuipergürtel (KBO) an. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
Und so geht es weiter: Nach dem Vorbeiflug am Pluto steuert New Horizons Objekte im Kuipergürtel (KBO) an. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)

"New Horizons ist unterwegs zu einer neuen Klasse von Planeten, die wir noch nie gesehen haben, an einem Ort, an dem wir nie zuvor gewesen sind", sagte New-Horizons-Wissenschaftler Hal Weaver nach dem Aufwecken von New Horizons im Dezember 2014.. "Jahrzehntelang dachten wir, Pluto sei nur dieser seltsame kleine Körper am Planetenrand. Jetzt wissen wir, dass er in Wirklichkeit das Tor zu einer ganzen Region neuer Welten im Kuipergürtel ist, und New Horizons wird die erste Nahaufnahme davon liefern."

 Die wissenschaftliche Ausstattung von New Horizons
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate kaufen
  2. und The Crew 2 gratis erhalten
  3. beim Kauf ausgewählter Z370-Boards mit Intel Optane Speicher + Intel SSD
  4. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

Baron Münchhausen. 15. Jul 2015

Ganz klar ein Hoax.

Anonymer Nutzer 14. Jul 2015

Pluto as seen by New Horizons - July 14, 2015 https://pbs.twimg.com/media/CJ4CQIkVEAEaAnw...

Baron Münchhausen. 14. Jul 2015

Ja, genau. Viel Spaß mit dem Tool namens N(A)SA Eye! golem.de, ihr habt einen Agenten in...

zork0815 14. Jul 2015

Es ist ein Jammer, dass die Besserwisser zwar alles besser wissen, aber nichts besser...

zork0815 14. Jul 2015

Es gab von keinem Teleskop bisher bessere Aufnahmen vom Pluto, selbst Hubble schafft, das...


Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Garmin im Hands on: Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation
Garmin im Hands on
Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Selbst das kleinste Modell der Fenix 5 von Garmin verfügt in der neuen Plus-Version über 16 GByte statt über 64 MByte internem Speicher. Der wird für Musik und Offlinekarten mit frischen Ideen genutzt - Golem.de hat die Sportuhren im Hands on ausprobiert.


    Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
    Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
    Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

    In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
    2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
    3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

    Porsche Design Mate RS im Test: Das P20 Pro in wahnwitzig teuer
    Porsche Design Mate RS im Test
    Das P20 Pro in wahnwitzig teuer

    In Deutschland kostet Huaweis Porsche Design Mate RS 1.550 Euro - dafür bekommen Käufer technisch ein P20 Pro, das ähnlich aussieht wie das Mate 10 Pro. Den Aufpreis von 800 Euro halten wir trotz neuer Technologien für aberwitzig, ein Luxusgerät ist das Smartphone für uns nicht.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Low Latency Docsis Huawei will Latenz von 1 Millisekunde im Kabelnetz erreichen
    2. Cloud PC Huawei streamt Windows 10 auf Smartphones
    3. Android Keine Bootloader-Entsperrung mehr bei Huawei-Geräten

      •  /